Farbe:
Dunkles, leuchtendes Kirschrot mit purpurnen Reflexen und einem ersten, dezenten Hinweis auf die beginnende Reife.
Nase:
In der Nase zeigt sich der Garnacha erstaunlich kühl, frisch und konzentriert, dabei eher schlank und rassig als schwer oder opulent. Die Frucht ist intensiv, aber keineswegs überreif: Sauerkirsche und Süßkirsche stehen zunächst im Vordergrund, begleitet von Brombeere, Holunderbeere, Wildkirsche, Berberitze und Hagebutte. Besonders prägend ist jedoch die ätherisch-würzige Seite des Weins. Reichlich Rosmarin und dunkle Olive verbinden sich mit Minze und Eukalyptus, dazu kommen schwarzer Pfeffer, Wacholder und eine feine Spur Lakritz. Gerade diese Mischung aus dunkler Frucht, mediterraner Würze und ätherischer Kühle verleiht der Nase Spannung. Trotz der Konzentration bleibt das Gesamtbild zart, geradlinig und erstaunlich leichtfüßig.
Gaumen:
Am Gaumen wirkt der Wein seriöser und erdiger als in der Nase. Die kirschige und brombeerige Frucht tritt zurück und macht Hagebutte, Johannisbeere und einer markanten, beinahe erdigen Rote-Bete-Note Platz. Eine griffige, packende Säure zieht den Wein in die Länge, während das Tannin erstaunlich moderat, schmal und fein bleibt. Dadurch entsteht trotz der aromatischen Intensität kein Eindruck von Schwere. Vielmehr bewegt sich der Wein leichtfüßig und eher helltönig über den Gaumen. Im Nachhall übernimmt erneut die ätherische Seite: Menthol, Eukalyptus und Minze sorgen für Frische und setzen einen kühlen Kontrast zur erdigen Würze und Frucht. Der Wein steht dadurch sehr klar und sehnig da – eher über Spannung, Säure und aromatische Frische definiert als über Kraft oder Masse.
Verkostet im August 2024
Auflauf von Rote Bete, Walnüssen und Feta mit Oliven und Thymian
Gegrillter Pulpo | schwarze Olive | geräucherte Paprika | Fenchel | Kräuteröl
Gebratene Taube | Hagebutte | Sellerie | Wacholder | leichter Geflügeljus

Artazu
Artazu wurde 1996 von Juan Carlos López de Lacalle, dem Gründer von Bodegas Artadi, ins Leben gerufen, mit dem Ziel, das Potenzial und die Einzigartigkeit der Garnacha-Traube in Navarra zur Geltung zu bringen. Die Inhaber Familie von Artadi besitzt einige der besten Weinberge in Navarra, die auf Höhenlagen von bis zu 600 Metern liegen. Diese Höhenlage sorgt für eine langsame Reifung der Trauben und trägt zur Entwicklung komplexer Aromen und einer lebendigen Säure bei.







