Farbe:
Leuchtendes, brillantes Purpur mit dichtem Kern.
Nase:
In der Nase zeigt sich eine dunkle, satte und kraftvolle Frucht, die jedoch von Beginn an von Kontrast, Würze und Frische getragen wird. Der Jahrgang 2023 präsentiert sich hier auffallend elegant, fast schwebend, mit einer feinen ätherischen Nuance. Schattenmorelle und Sauerkirsche stehen im Zentrum, flankiert von Pflaume, Brombeere und einem Hauch Cassis. Diese Frucht wirkt nie üppig, sondern stets markant und präzise, unterlegt von einer erdigen, würzigen Tiefe. Zedernholz, Wacholder und Geäst verleihen Struktur, dazu kommen Unterholz, Pinien- und Tannennadeln, Tannenzapfen sowie eine leicht harzige Anmutung. Kräuter wie Rosmarin und Thymian verbinden sich mit Walnuss, während Petersilie und Majoran für Frische sorgen. Insgesamt entsteht ein spannungsreiches, griffiges und vielschichtiges Gesamtbild.
Gaumen:
Am Gaumen zeigt sich der Barbera fleischig, unmittelbar zugänglich und zugleich rassig. Die Frucht steht klar im Vordergrund, wird jedoch konsequent von einer adstringierenden, griffigen Säurestruktur getragen. Diese Säure ist fordernd und knackig, sorgt für Zug, Energie und lässt die Zunge regelrecht schnalzen. Die Sauerkirsche prägt den Geschmack intensiv und präzise. Tannine treten nicht in Erscheinung, stattdessen definiert die Säure den Wein und führt ihn in ein filigranes, nach hinten heller werdendes Finale. Die säuerlich-würzigen, markanten Aromen der Nase kehren am Gaumen deutlich wieder und verleihen dem Abgang Länge und Charakter.
Tasted in January 2026
Geschmorte Ochsenbäckchen mit Kräutern und Wurzelgemüse
Salsiccia mit Linsen, Rosmarin und gerösteten Zwiebeln
Penne mit kräftigem Ragù aus Wild
Chiara Boschis, E.Pira & Figli
Aus dem Stammbaum der Familie Pira ging zu Beginn der 80er Jahre kein Erbe hervor. Den Fortbestand der Weinbaugeschichte konnte durch die Familie Boschis sichergestellt werden. Die Boschis sind seit Mitte des 18. Jahrhunderts tief im ruhmreichen Anbaugebiet Barolo verwurzelt. Mit den heutigen Verant-wortlichen Chiara und Giorgio Boschis zeichnet die nunmehr neunte Generation verantwortlich. Eines der selbstgesteckten Ziele der beiden ist, den Rebstöcken die größtmögliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Um die Umwelt und die Natur bestmöglich zu schonen und zu schützen, folgen die Boschis den Richtlinien des biologischen Weinbaus. Die Arbeit im Keller wird hier fast zur Nebensache, denn aus voller Überzeugung lässt man der Natur hier ihren freien Lauf und übt so selten es irgendwie geht Einfluss auf den werdenden Wein aus.




















