Farbe:
Granatrot mit violetten Reflexen, ein sehr jugendliches Erscheinungsbild.
Nase:
Der Duft des 2011er Jagini zeigt eine betörende Frische und Dichte, Blaubeeren, Holunder, Süßholz, Torf und ein Hauch Kaffee vereinen sich mit viel salziger Mineralität und kühler Tiefe. Man möchte eintauchen in dieses dichte und frische Gesamtkunstwerk.
Gaumen:
Was für eine Frische und geschliffene Struktur am Gaumen, der Gerbstoff wirkt seidig, die Frucht überaus saftig und der Nachhall löst pure Trinkfreude aus. Ein Wein, der mit Eleganz tanzt und großartiges Winzertalent zeigt. Ich könnte ihn als Solitär genießen und in ihm versinken zugleich begleitet er eine aromatische und finessenreiche Küche perfekt.
Tasted in December 2024
Trüffelrisotto (vegetarisch)
Poularde aus dem Ofen mit Portweinsauce, grünem Spargel und Steinpilzen
Ziegenkäse mit Asche gebacken auf Blaubeer Chutney mit Rosmarin Focaccia
Moric
Roland Velich und sein Weingut Moric haben Weinbaugeschichte geschrieben. Sie beginnt erst 2001 mit dem ersten Jahrgang des Lutzmannsburg Alte Reben Blaufränkisch. Seit dieser Zeit hat sich nicht zuletzt dank dieses Weines eine Stilistik des Blaufränkisch etabliert, die man der Flaschenform schon ablesen kann. Der Name Moric steht für Weine aus Blaufränkisch, die stilistisch zwischen großen Burgundern, Piemontesern und Syrah von der Nordrhône angesiedelt sind, dabei völlig eigenständig sind und ein ebenso großes Potential besitzen. Die Größe von Velichs Weinen beginnt allerdings schon beim einfachen Blaufränkisch und bei der weißen wie der roten Hausmarke. Diese Weine stehen exemplarisch für den Anspruch Velichs, dass Weine aufgeschlossen sein sollen, einladend, frisch und saftig, komplex und trinkfreudig zugleich. Neben seinen eigenen Ideen fördert er mit seinen Hidden-Treasure-Project zudem begabte Winzer aus dem benachbarten Ungarn.