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Bruno Clair
Das Weingut
Die Domaine Bruno Clair mit Sitz in Marsannay gehört zu den renommierten Familienweingütern der Côte de Nuits und bewirtschaftet heute ein außergewöhnlich vielfältiges Mosaik an Lagen vom nördlichen Burgund bis weit hinein in die großen Appellationen der Côte d’Or. Bruno Clair gründete das Weingut Ende der 1970er-Jahre und konnte in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche historische Familienparzellen wieder zusammenführen. Heute umfasst die Domaine Weinberge in Marsannay, Gevrey-Chambertin, Morey-Saint-Denis, Chambolle-Musigny und Savigny-lès-Beaune sowie hochklassige Premier- und Grand-Cru-Lagen. Im Zentrum steht eine sehr präzise, terroirbetonte Stilistik: Die Böden werden sorgfältig und nachhaltig bewirtschaftet, die Trauben von Hand gelesen und im Keller möglichst behutsam vinifiziert. Je nach Jahrgang und Herkunft arbeitet das Team mit einem Anteil ganzer Trauben, einer zurückhaltenden Extraktion und fein dosiertem Holzeinsatz, damit Frucht, Struktur und mineralische Spannung im Vordergrund bleiben. Die Rotweine der Domaine zeichnen sich durch Klarheit, feine Tannine und große Eleganz aus, während die Weißweine Frische, Tiefe und eine markante salzige Mineralität zeigen. Besonders spannend ist die Bandbreite der Herkünfte, denn jede Lage erhält ihren eigenen Ausdruck und bleibt deutlich erkennbar. Genau diese Verbindung aus handwerklicher Präzision, Erfahrung und großem Respekt vor dem Terroir macht Bruno Clair zu einer der wichtigen Stimmen des heutigen Burgunds.
Auf einen Blick
- Familienweingut mit Sitz in Marsannay
- Lagen bis Gevrey-Chambertin und Savigny
- Handlese, teils Ganztrauben, feines Holz
- Stil: klar, elegant, salzige Mineralität
Sortiment ·
Die Weine von Bruno Clair
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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