
- ITALIEN
- ABRUZZEN
Emidio Pepe
Das Weingut
Emidio Pepe gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des italienischen Weinbaus und zeigt seit 1964, welches außergewöhnliche Potenzial in den autochthonen Rebsorten der Abruzzen steckt. Das Familienweingut liegt in Torano Nuovo in den Colline Teramane, unweit der Adria, und bewirtschaftet heute rund 17 Hektar mit Montepulciano d’Abruzzo, Trebbiano d’Abruzzo und Pecorino. Von Beginn an verzichtete Emidio Pepe auf chemische Mittel und stellte die Vitalität der Böden und Reben ins Zentrum seiner Arbeit; heute wird nach biologischen und biodynamisch geprägten Grundsätzen gearbeitet. Viele Weinberge stehen noch in der traditionellen Pergola Abruzzese, die Schatten spendet, Feuchtigkeit im Boden hält und den Trauben hilft, auch in warmen Jahren ihre Frische zu bewahren. Im Keller bleibt die Arbeitsweise ebenso kompromisslos handwerklich: gelesen wird ausschließlich von Hand, die Weißweintrauben werden traditionell mit den Füßen gepresst, die Gärungen beginnen spontan und die Weine werden weder geschönt noch filtriert. Ein zentraler Bestandteil der Philosophie ist zudem die Zeit. Große Teile der Produktion bleiben über viele Jahre im Keller und werden erst freigegeben, wenn die Familie einen Jahrgang für wirklich reif hält. So entstehen tiefgründige, lebendige und enorm langlebige Weine, die Kraft und Eleganz miteinander verbinden und gleichzeitig unverkennbar ihre Herkunft tragen. Emidio Pepe steht damit für eine Form des Weinmachens, die weniger von Technik als von Beobachtung, Geduld und großem Vertrauen in Rebe, Boden und Jahrgang geprägt ist.
Auf einen Blick
- Seit 1964 Botschafter autochthoner Abruzzen-Sorten
- Biologisch und biodynamisch, Pergola Abruzzese
- Handlese, spontan, weder geschönt noch filtriert
- Späte Freigabe, enorm langlebige Weine
Sortiment ·
Die Weine von Emidio Pepe
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
Beratung & Bestellung
Fragen zu diesem Weingut?
Ihr Ansprechpartner im Außendienst kennt die Weine und berät Sie gern – oder rufen Sie unsere Kundenbetreuung an.