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Jahrgang
Volumen in ml
2025  /  750 ml

Farbe:
Leuchtendes, funkelndes Lachsrosé mit blutig-rostigen und hagebuttenfarbenen Nuancen, brillantem Glanz und immer wieder hell aufblitzenden Reflexen.

Nase:
Erstaunlich unplakativ und dabei durchaus intensiv zeigt sich der Si in der Nase. Die Frucht steht nicht isoliert oder vordergründig im Raum, sondern wird sehr fein und beinahe beiläufig in das Gesamtbild eingewoben. Hagebutte, unreife Himbeere und rote wie weiße Johannisbeere treffen auf Sauerkirsche, grünen Apfel und knackige Nashi-Birne. Dazu kommt eine florale Seite mit Hibiskus sowie hellen und roten Blüten. Die Frucht besitzt durchaus Großzügigkeit, bleibt jedoch jederzeit leise, elegant und pointiert – nichts wirkt süßlich, überreif oder auf unmittelbaren Charme getrimmt.
Dahinter öffnet sich eine würzigere, erwachsenere Ebene. Weißer Pfeffer und Piment sorgen für feine Kontur, während Earl Grey, Hagebuttentee und Rooibos eine beinahe herb-teehafte Tiefe entwickeln. Gerade diese Verbindung aus zurückhaltender Frucht, Blüten, heller Würze und Tee prägt den Charakter des Weines. Das wirkt ehrlich und seriös, gleichzeitig aber keineswegs streng. Ein Rosato, der nicht durch aromatische Lautstärke überzeugen möchte, sondern durch seine Ruhe und die Selbstverständlichkeit seiner Aromatik.

Gaumen:
Am Gaumen setzt sich diese Haltung konsequent fort. Der Wein besitzt einen warmen, durchaus großzügigen Kern, wird darum herum jedoch von einer ausgesprochen leichtfüßigen, fast wässrigen Struktur eingefasst. Genau daraus entsteht seine Finesse: Er hat Substanz, ohne schwer zu werden, und Frucht, ohne jemals in die Breite zu gehen. Die roten und hellen Früchte blitzen immer wieder auf, werden aber unmittelbar von Frische, Flüssigkeit und einer schlanken Struktur eingefangen.
Das macht ihn ungemein animierend. Wo viele Rosés aus warmen mediterranen Regionen ihre Herkunft über Fülle, reife Frucht und Volumen transportieren, bleibt der Si transparent, geradlinig und erstaunlich unaufgeregt. Er wirkt unkompliziert, ohne banal zu sein, anspruchsvoll, ohne sich wichtigzumachen, und besitzt dabei etwas angenehm Zeitloses. Vor allem löst er sich vollständig von der Idee des Rosés als reinem sommerlichen Erfrischungsgetränk. Das ist ein ehrlicher, seriöser Wein mit genügend Struktur und Würze, um am Tisch eine eigenständige Rolle einzunehmen. Gerade seine teehafte Herbe, die dezente rote Frucht und der warme Kern bei gleichzeitig schlanker Erscheinung machen ihn für die Speisenbegleitung ausgesprochen interessant.

Verkostet im August 2026

Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

Carpaccio vom Reh mit Feldsalat, gerösteten Haselnüssen und Himbeeressig-Vinaigrette
Terrine vom Perlhuhn mit Cornichons, körnigem Senf und kleinem Kräutersalat
Gegrillte Rotbarbe mit Fenchel, geschmorter Tomate, Olive und etwas Zitronenthymian

Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

Duemani

Luca D‘Attoma gehört zu den ganz großen Stars der italienischen Weinszene. Als önologischer Berater vieler Betriebe in ganz Italien hat er sich einen exzellenten Ruf weit über das Land hinaus erworben. Seit der Jahrtausendwende bauen er und seine Partnerin Elena Celli im Örtchen Riparbella bei Bolgheri ihre eigenen Weine an. Wie in der Form eines Amphitheaters schmiegen sich die Rebberge in die Landschaft. Die Natur hat hier wie von Meisterhand drei unterschiedliche Lagen geformt. Ganz oben sind die Böden am nährstoffreichsten, wie geschaffen für Cabernet Franc. Am Fuße des sanften Hügels in der kleinsten Parzelle wächst Syrah auf steiniger, fast schon ausgedörrter Krume. Die Lage in der Mitte ist Merlot vorbehalten. Die Intensität und die Essenz der Weine von Duemani beweisen eindrucksvoll, dass dem biodynamischen Weinbau, die Zukunft bei den Topgewächsen gehört.

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