- FRANKREICH
- RHÔNE SÜD
Domaine d'Ourea
Das Weingut
Adrien Roustan wollte es wissen. Er studierte in Beaune und Dijon, machte sein Praktikum auf Domaine de la Romanée-Conti und sammelte Erfahrungen beim Kult-Winzer Larry Turley im kalifornischen St Helena. Zurück an der Rhône konnte er 2009 vier Hektar Gigondas-Weinberge von seinem Großvater übernehmen. Sie liegen bis auf 520 Metern Höhe am Südhang der Dentelles de Montmirail, weshalb er sein Gut nach dem griechischen Berggott Domaine D’Ouréa nannte. Ein sehr karges, kalkreiches, mineralisches Terroir. Gleich zu Beginn stellte Adrien auf Bioanbau um, wurde 2012 zertifiziert und konnte endlich ab 2020 biodynamisch arbeiten. Inzwischen umfasst sein Gut 20 Hektar in den AOPs Gigondas, Vacqueyras, Côtes du Rhône und IGP Vaucluse. Er folgt seiner eigenen Philosophie, liest per Hand bei maximal 14 Vol.- %, vinifiziert natürlich ohne önologische Mittel und ohne Holz und füllt früh ab. Denn seine vibrierenden, finessenreichen Weine schmecken sofort, können aber Jahrzehnte altern.
Auf einen Blick
- Bio seit 2012, biodynamisch ab 2020
- Adrien Roustan, geschult auf DRC
- Gigondas-Höhenlagen bis 520 Meter
- Ohne Holz, vibrierend und finessenreich
VINATUREL
Seine vibrierenden, finessenreichen Weine schmecken sofort, können aber Jahrzehnte altern
Sortiment ·
Die Weine von d'Ourea
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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