Farbe
mittel transparentes Granatrot
Nase
Naturgemäß wirkt dieser blutjunge Grand Cru noch sehr verschlossen. Doch kann man hier schon eine großartige Finesse mit einem ganz zurückgenommenen aber feinen Holz erahnen. Dazu kommen dezente Noten von Süßkirschen, florale Elemente, etwas warmer Torf und Unterholz.
Gaumen
Am Gaumen entfaltet sich der Wein dann auf wunderbare Weise. Er besitzt eine seidige Säure, eine große Tiefe und Dichte wirkt dabei aber schwebend fein und lang. Man findet neben der roten und dunklen Frucht ein wenig Eisenerz im Hintergrund, wiederum warmem Waldboden und feinste Extraktsüße. Der Clos de la Roche wirkt ausgesprochen verführerisch, balanciert und lang und es wird schwer sein, ihm allzu lange zu widerstehen.
Tasted in February 2025
Rinderfilet mit Sauce Périgueux (Rind)
Tagliatelle mit schwarzen Trüffeln & Butter (vegetarisch)
Fasan mit Trüffeljus & Selleriepüree (Wildgeflügel)
Hubert Lignier
Die Domaine Hubert Lignier in Morey-Saint-Denis gehört zu den traditionsreichen Familienweingütern der Côte de Nuits und steht heute wie kaum zuvor für eine präzise, unverstellte Interpretation ihrer Herkunft. Hubert Lignier übernahm das Weingut bereits 1959 und entwickelte es über Jahrzehnte weiter; heute prägt vor allem sein Sohn Laurent Lignier die Stilistik des rund elf Hektar großen Betriebs. Seit 2007 verzichtet die Familie auf synthetische Pflanzenschutzmittel, 2019 folgte die biologische Zertifizierung. Im Zentrum stehen die großen Terroirs rund um Morey-Saint-Denis, darunter Premier Crus und Grand Crus wie Clos de la Roche, daneben bewirtschaftet die Domaine auch Parzellen in Gevrey-Chambertin, Chambolle-Musigny, Nuits-Saint-Georges sowie einige Lagen an der Côte de Beaune. Die Trauben werden von Hand gelesen und sorgfältig selektiert, im Keller setzt Laurent auf möglichst wenige Eingriffe und einen langen, geduldigen Ausbau von annähernd zwei Jahren im Holz. So entstehen Weine, die Kraft und Tiefe besitzen, dabei jedoch immer von Frische, feinen Tanninen und großer Eleganz getragen werden. Besonders eindrucksvoll ist die Art, wie sich die einzelnen Climats voneinander abheben: mal dunkelwürzig und dicht, mal floral, kühl und fast schwebend, aber stets mit jener mineralischen Spannung und Präzision, die große Pinot Noirs aus der Côte de Nuits so faszinierend macht. Für die Familie Lignier beginnt großer Wein deshalb nicht im Keller, sondern im Boden, den es zu respektieren gilt, damit jede Lage ihre eigene Stimme behalten kann.














































