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Germany  •  Pfalz
Year
Volume in ml
2023  /  1500 ml

Farbe:

Strohgelb mit leuchtenden Reflexen.

 

Nase:

Aufgeräumt und klar duftet der 2023 Chardonnay „R“ von Ökonomierat Rebholz: mineralisch kühl erinnert die erste Nase an nasse Tafelkreide und Pertichor, den Duft von nassem Asphalt nach einem Sommerregen. Erst dann zeigt sich zaghaft die Frucht, nicht überschwänglich oder gar schwatzhaft, sondern mit leiser, ruhiger Stimme. Etwas Kernobst, Zitrus, alles sehr reduziert mit subtiler Rauchnote im Obertonbereich. 

 

Mund:

Griffig und kompakt zeigt er sich im Antrunk und legt mit festem mineralischem Fundament vor, bevor die Klaviatur der Aromen gespielt wird. Mit kalkig kühlem Naturell schmeckt er nach Mirabelle, Äpfeln und grüne Aprikose und erinnert ein wenig an frisches Backwerk morgens um vier auf dem Weg nach Hause. Druckvoll mit irrer Spannung am Gaumen und lasziven rauchigen Noten ist er unterlegt von saliner Mineralik, zitrisch flankiert und garniert mit einer Handvoll Salzmandeln. Epische Länge.

Tasted in April 2026

Author Sebastian Bordthäuser
Author info Sebastian Bordthäuser:

Sebastian Bordthäuser ist Quereinsteiger. Der studierte Gitarrist und Germanist machte seine Leidenschaft zur Passion und ist stets bestrebt, eine gemeinverständliche Sprache für den Wein zu finden. Die Grundlagen der Sensorik sind das Fundament für seine Liebe zum Wein. Nach seinen Job als Chefsommelier im Steinheuers Restaurant Zur Alten Post (Michelin **, 19 GM) schreibt der „Falstaff Sommelier des Jahres 2012“ für Effilee, BEEF, die Welt Am Sonntag und weitere Genussmagazine und ist immer auf der Suche nach kulturgeschichtlichen Hintergründen und Abgründen. Zahlreiche Moderationsjobs schärfen sein Profil als Weinunterhalter.

Salat von Cedri Zitronen mit Olivenöl und Mönchsbart

Gegrillter Fisch mit Zitrone und Rosmarin

Huhn aus dem Rohr mit Thymian und Schalotte

Author Sebastian Bordthäuser
Author info Sebastian Bordthäuser:

Sebastian Bordthäuser ist Quereinsteiger. Der studierte Gitarrist und Germanist machte seine Leidenschaft zur Passion und ist stets bestrebt, eine gemeinverständliche Sprache für den Wein zu finden. Die Grundlagen der Sensorik sind das Fundament für seine Liebe zum Wein. Nach seinen Job als Chefsommelier im Steinheuers Restaurant Zur Alten Post (Michelin **, 19 GM) schreibt der „Falstaff Sommelier des Jahres 2012“ für Effilee, BEEF, die Welt Am Sonntag und weitere Genussmagazine und ist immer auf der Suche nach kulturgeschichtlichen Hintergründen und Abgründen. Zahlreiche Moderationsjobs schärfen sein Profil als Weinunterhalter.

Ökonomierat Rebholz

Die Geschichte der Familie Rebholz reicht weit ins 16. Jahrhundert zurück. Seinen heutigen Namen verdankt das Weingut Eduard Rebholz, der den Titel des Ökonomierats inne hatte. Der studierte Forstmann war es auch, der damals gegen den Zeitgeist von künstlich gesüßten Tropfen die Idee des ungeschönten „Naturweins“ setzte. Heute führt sein Enkel Hansjörg Rebholz die Idee von konsequent trockenen Weinen entschlossen fort. Seine Weine, die in ihrer Jugend oft noch unzugänglich wirken, zeichnen sich durch ein hohes Entwicklungspotenzial aus und brauchen demnach Zeit, um ihre ganze Klasse zeigen zu können. Gerade die Toplagen „Kastanienbusch“ und “Im Sonnenschein“ beweisen die eindrucksvolle Spitzenstellung dieses traditionsreichen Hauses.

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