Farbe:
Transparentes Granatrot mit violetten Reflexen.
Nase:
In der Nase oszilliert der 2025 SP68 Rosso von Arianna Occhipinti zwischen Frucht und Ausbau: Im Obertonbereich zeigt sich zunächst eine merkliche reduktive Note, die ihm seinen smoky Charakter gibt. Darunter strahlt die lupenreine, granatrote Frucht: Maulbeeren, Brombeeren und dunkle Pflaumen des Frappatos, dazu kommen milde Gewürze wie Nelken und Piment des Nero d’Avola. Der generelle Auftritt zeigt sich dabei leichtfüßig und elegant, die nonchalanten 12 % unterstreichen die Ambitionen seines erfrischend anmutenden Naturells.
Mund:
Auch im Antrunk ist Transparenz das Schlagwort: Nahezu schwerelos schwebt er über den Gaumen, die flirrend feine Frucht schwebt fast ätherisch über der Gesamtstruktur des Weines. Die Gerbstoffe zeigen sich pudrig fein am Zungensaum und lenken die rote Frucht in geregelte Bahnen: geradeaus, rein in den Kelch! Die frische Säure sorgt für zusätzlichen Schwung, etwas Orangenzeste im Obertonbereich garniert das Getränk, das für die optimale Trinkgeschwindigkeit ein paar Grad kälter serviert werden sollte.
Tasted in July 2026
Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse-Crumble und Thymianöl
Gebratene Meeräsche mit Roter Bete und Senfsauce
Ćevapčići
Occhipinti
Der Weinbau hat rund um die Stadt Vittoria, wo Arianna Occhipinti lebt und ihre Weine kultiviert, eine lange Tradition. Am Fuße der Iblei-Berge liegt ihr Weingut „Fossa di Lupo“ – die Höhle des Wolfs. Den Trauben der Region, Frappato und Nero D’Avola, gehört ihre ganze Leidenschaft. Ihr größtes Anliegen ist es, die Kraft und Harmonie des Nero D’Avola und die Frische und Eleganz des Frappato zu erhalten. Arianna schätzt die Eigenschaft der beiden Rebsorten wunderbar miteinander zu harmonieren, obwohl sie doch so verschieden sind. Sie bewundert ihre Kraft und ihre Fähigkeit Vergangenheit und Zukunft in sich zu vereinen. Wer übrigens glaubt, Arianna und Giusto Occhipinti seien verwandt, liegt goldrichtig: Giusto ist ihr Onkel.


















