Farbe:
Helles Strohgelb mit grünen Reflexen.
Nase:
In der Nase zeigt sich der 2024 En Buzigny Bourgogne Aligoté Vieilles Vignes von Rémi Jobard von seiner besten Seite: Ein vielschichtiges Bouquet an Aromen strömt aus dem Kelch und wickelt den geneigten Zecher direkt um den Finger. Weiße Blüten nach Flieder und Apfelblüten mischen sich mit reifem Kern- und Steinobst wie Granny Smith, grünen Aprikosen und vollreifem Pfirsich. Eine gelbe Haferpflaume nebst ihrem freigelegten Kern verweist auf phenolisches Potenzial und einen mineralischen Subbass, der an nasse Kieselsteine erinnert.
Mund:
Im Antrunk geht es direkt zur Sache: Fest und druckvoll hat er eine immense Spannung mit wahnwitzigem Grip und markanter Phenolik, die ihn am Zungensaum animierend aufraut und willenlos nachschenken lässt. Druckvoll, mit guter Konzentration und vielschichtigem Naturell ist er extraktreich mit sattem Schub und nonchalanter Säure, die seinen Auftritt am Gaumen exzellent ausleuchtet. Mit feiner Salzigkeit und grapefruitherbem Finish eine herausragende Inszenierung des einstmals ewigen Nebendarstellers Aligoté.
Tasted in September 2026
Mangold-Tartelettes mit Hollandaise
Hechtklößchen mit Beurre blanc
Hühnerfrikassee
Rémi Jobard
Die Familie Jobard hat eine sehr lange Tradition im Weinbau. Ganz genau weiß sie es selber nicht, aber erste Schriften datieren den Ursprung auf das 16. Jahrhundert. Rémi Jobards Philosophie lässt sich in wenigen Worten auf den Punkt bringen: Viel Arbeit im Weinberg, möglichst wenige Eingriffe im Keller. Die Weine werden konsequent im Holzfass ausgebaut, wobei der Einsatz neuer Fässer mit nur einem Fünftel bewusst sehr moderat gehalten wird. Seit einigen Jahren setzt Rémi auch das Halbstück (600 l) von Stockinger ein. Mit Freude stellt er fest, dass die Weine dadurch schlank und mineralisch bleiben, und die Fässer den Charakter des Weines nicht verändern. Rémi möchte komplexe Weine mit einer vielschichtigen Aromatik, nicht solche, die von Holz- und Vanillenoten dominiert sind. Er verzichtet bewusst auf Filtration. Ihre natürliche Stabilität erhalten die Weine durch die lange Lagerung im Fass über zwei Winter.

































