
- FRANKREICH
- LOIRE
Charles Joguet
Das Weingut
Die Domaine Charles Joguet gehört zu den berühmtesten auf Cabernet Franc spezialisierten Weingütern der Loire. Joguet gründete sie 1957 und erzeugte bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1997 viele exzellente Weine. Es folgte eine Neufindungsphase der Familie Genet, die schon 1985 ins Weingut eingestiegen war. Der Betrieb von 20 Hektar, rund zwei Hektar sind mit Chenin Blanc bestockt, wurde auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, die 2016 auch zertifiziert wurde. Zu den legendären Lagen des Weinguts, aus denen Weine entstehen, die viele Jahrzehnte strahlen, gehören die Monopol-Lagen Clos de la Chêne Vert auf der rechten Seite der Vienne sowie der schon im Mittelalter erwähnte Clos de la Dioterie direkt am Weingut auf der linken Seite der Vienne. Die Einstiegsweine werden im Beton ausgebaut, der Mittelbau im großen Holz und die Crus in Tonneaux mit einem kleinen Anteil neuer Fässer.
Auf einen Blick
- Biologisch zertifiziert seit 2016
- Cabernet-Franc-Referenz in Chinon
- Monopole Chêne Vert und Clos de la Dioterie
- Ausbau in Beton, großem Holz, Tonneaux
Sortiment ·
Die Weine von Charles Joguet
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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