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Sattlerhof
Der Sattlerhof in Gamlitz in der Südsteiermark heißt nicht von ungefähr Familienweingut Sattlerhof. Denn tatsächlich befindet sich der Hof seit 1887 in Familienbesitz und darüber hinaus ist hier auch seit Generationen die gesamte Familie involviert. Zudem ist der Hof nicht nur Weingut, sondern Wirtshaus, Genießerhotel und Genießerrestaurant in einem. Willi und Maria Sattler sind zwar noch übergreifend involviert, doch das Weingut wird seit 2014 von Andreas Sattler geführt, der seit 2018 seinen Bruder Alexander mit an seiner Seite hat. Im Restaurant sind Hannes, Markus und Anne Sattler engagiert – drei erfahrene Köche bzw. Gastgeberin, die vorher in einigen der renommiertesten Restaurants und Hotels der Welt gearbeitet haben. Um es kurz zu sagen: Diese Familie lebt und liebt Genuss, liebt Wein, liebt die Verbindung von beidem und hat in ihren 35 Hektar Weinbergen im Laufe der Jahre die Voraussetzungen geschaffen, dass Spitzengastronomie und Weine vom Sattlerhof eine Einheit bilden.
Entscheidend sind dabei mehrere Anteile, die ineinandergreifen: Der Zugriff auf 100 % eigener Rebflächen, eine biodynamische Kreislaufwirtschaft, beste Lagen mit bis zu 80 Jahre alten Reben, ein sanfter Rebschnitt, eine exzellente Ausbildung und ein gutes Bauchgefühl. Hier stimmt also die Verbindung von Kopf, Bauch und Herz und verbindet sich mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Hier werden so wenige Eingriffe wie nötig vorgenommen, diese aber klar und bewusst ausgeführt. Dazu gehören zum Beispiel Mostoxidation und reduktiver Ausbau. Schließlich spielen noch Zeit und Geduld eine Rolle, um den Charakter der Weine im Keller zu entwickeln.

Um die Weine und ihr Terroir so unverfälscht wie möglich sprechen zu lassen, wird spontan vergoren und die Weine in den meisten Fällen im Edelstahl ausgebaut. Nur wo es sinnvoll erscheint, wird großes Holz eingesetzt. Barriques findet man nur bei den „Alten Reben“, die nach einem anderen Konzept ausgebaut werden als die klassischen Weine. Alle Trauben stammen von Weinbergen rund um Gamlitz und Eichberg. Diese gehören zu den besten der Südsteiermark. Darunter befinden sich die Rieden Sernauberg, Kapellenweingarten, Alter Kranachberg, Kranachberg, Pfarrweingarten und Trinkaus.
CHRISTOPH RAFFELT
Alle Trauben stammen von Weinbergen rund um Gamlitz und Eichberg.
Diese gehören zu den besten der Südsteiermark.

Den Lagen gemein ist ihre Höhe, die bis an die 600 Meter reicht. Und selbst die Weingärten, die tagsüber voll in der Sonne liegen, kühlen nachts dramatisch ab, sodass die Frucht komplexer wird und sich die Säure hält. So entstehen hier allem voran brillante Sauvignon Blancs, aber auch Weißburgunder, Morillons und Muskateller von großer Klarheit und Finesse, mit einer saftigen Frucht, die jedoch nie besonders laut wird. Hier entstehen Weine, die einladend wirken, die geschmeidig sind, die Frucht, Säure, Eleganz und oft auch eine ganz feine Tanninstruktur miteinander in Einklang bringen. Die Weine aus dem Kranachberg, wo zu auch die Ried Trinkaus zählt, gehören zu den größten, tiefsten und auch feinsten Weinen, die heute aus Sauvignon Blanc erzeugt werden.

Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).























