Farbe:
Blassgelb mit grünen Reflexen.
Nase:
Der 2024 Bianco Porticello von Tenuta di Castellaro zeigt sich mit feiner, eher leiser und unaufgeregter Nase. Sehr traubig im Auftakt, lässt der Moscato mit seiner duftigen Frucht klar grüßen, ohne den Wein aromatisch zu überfahren. Dazu kommen disziplinierende zitrische Noten und eine kräuterwürzige Frische des Carricante, die auf Lipari deutlich anders ausfällt als am Etna. Im Hintergrund schwingt stets ein leicht salziger, maritimer Ton mit. Ein Wein ohne laute Fruchteskapaden mit salin-mediterraner Aura.
Mund:
Auch am Gaumen eröffnet er zunächst saftig und fruchtbetont, zieht dann aber schnell die Zügel an. Da wabbelt nichts: Seine feine Phenolik gibt der Frucht Schliff und Kontur, dazu kommt eine ausgeprägt salzige Mineralität, die für rasanten Trinkzug sorgt. Mittelkräftig und glasklar verbindet er die aromatische Seite des Moscato mit der festeren Struktur des Carricante. Ein Weißwein wie Gläserklingen, weiße Jackets und ein später Nachmittag im Yachthafen von Lipari, während die Segelboote ein- und auslaufen.
Verkostet im September 2026
Frittierte Zucchiniblüten mit Ricotta, Zitrone und Minze
Gegrillter Tintenfisch mit Zitrone, Fenchelsaat und Petersilie
Pollo Tonnato mit frittierten Kapern und Zitronenzeste
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Tenuta di Castellaro
Die Liparischen Inseln, auch bekannt unter dem Namen Äolische Inseln, sind eine kleine Inselgruppe, nördlich von Sizilien gelegen. Mit einer Gesamtfläche von nur ca. 115 km² wurden die insgesamt sieben bewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In der Antike galten die Inseln als Sitz des Windgottes Äolus, der von Zeus zum Verwalter der Winde eingesetzt wurde. Doch nicht nur der Wind, sondern auch das mineralienreiche Vulkangestein machen den Weinbau auf diesen Inseln heute so reizvoll. Dr. Massimo Lentsch, der ursprünglich aus Kufstein stammt, strandete durch seine Segelleidenschaft auf den Äolischen Inseln. Im Jahr 2005 entschloss er sich auf Lipari ein familiengeführtes Weingut aufzubauen. Bis heute ist er dort der einzige Winzer, der nicht nur Weine zum Eigengebrauch vinifiziert.












