Der 2023 Clos Windsbuhl Auxerrois von Zind-Humbrecht stammt aus dem Clos Windsbuhl, einer hoch gelegenen, nach Südost und Süd ausgerichteten Lage in Hunawihr. Die Reben wurden 1989 gepflanzt, direkt neben dem Chardonnay. Das kühle, spät reifende Klima am Waldrand bewahrt Frische und Säure, während der Muschelkalkboden diesem eher weichen Rebsortenprofil klare Konturen und Spannung verleiht.
Normalerweise Teil der Zind-Cuvée, wurde 2023 ein kleiner Teil separat vinifiziert – das Ergebnis überzeugte so sehr, dass dieser Wein eigenständig gefüllt wurde. Die Gärung verlief zügig und vollständig, der Ausbau auf der Vollhefe dauerte 16 Monate. Die Reben sind im Schnitt 34 Jahre alt.
Certification | EU-Bio certified |
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BIO-Code | FR-BIO-01 |
Region | Elsass |
Grapes | Auxerrois |
Volume in ml | 750 ml |
GTIN/EAN | 3760424210023 |
Drink maturity from | 2025 |
Drink maturity to | 2035 |
Analysis data
Alcohol content | 12.0 |
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Sweetness | 1 |
Residual sweetness | 1 g/l |
Acity total | 6.2 g/l |
Non-sulfurized | Yes |
Allergens | Enthält Sulfite |
Farbe: Kräftiges Strohgelb, strahlend und klar.
Nase: Reife Cantaloupe-Melone, Nashi-Birne und gelbe, wachsige Äpfel skizzieren die Nase des 2023 Clos Windsbuhl Auxerrois von Zind-Humbrecht. In der Kopfnote helle Blüten wie Lindenblüten, grünes Kernobst und etwas Blütenhonig. Derzeit noch jugendlich und recht schweigsam – daher: ab ins große Glas damit!
Mund: Für einen Auxerrois ist dies der extra frische Zischer mit Rallye-Streifen an der Flanke: Mit vergleichsweise hohen Säurewerten und niedrigem pH-Wert performt er am Gaumen in puncto Frische enorm vertikal, sodass man fast den Begriff „knackig“ bemühen mag. Mit feinem Salz und subtilem Bass am Gaumen ist die sanfte Frucht wie auf Watte gebettet und wird im Nachhall von markant herber Phenolik konturiert. Schmeckt jetzt super – wird in fünf Jahren noch superer sein. Der Porsche unter den Auxerrois.
Tasted in April 2025

Sebastian Bordthäuser ist Quereinsteiger. Der studierte Gitarrist und Germanist machte seine Leidenschaft zur Passion und ist stets bestrebt, eine gemeinverständliche Sprache für den Wein zu finden. Die Grundlagen der Sensorik sind das Fundament für seine Liebe zum Wein. Nach seinen Job als Chefsommelier im Steinheuers Restaurant Zur Alten Post (Michelin **, 19 GM) schreibt der „Falstaff Sommelier des Jahres 2012“ für Effilee, BEEF, die Welt Am Sonntag und weitere Genussmagazine und ist immer auf der Suche nach kulturgeschichtlichen Hintergründen und Abgründen. Zahlreiche Moderationsjobs schärfen sein Profil als Weinunterhalter.
- Salat von Melone und Kohlrabi mit Estragon-Vinaigrette
- Ragout fin von der Rauchforelle mit Trauben und Steinpilzen
- Kalbsbries, gebraten mit gebratenen Steinpilzen und Pfirsichen

Sebastian Bordthäuser ist Quereinsteiger. Der studierte Gitarrist und Germanist machte seine Leidenschaft zur Passion und ist stets bestrebt, eine gemeinverständliche Sprache für den Wein zu finden. Die Grundlagen der Sensorik sind das Fundament für seine Liebe zum Wein. Nach seinen Job als Chefsommelier im Steinheuers Restaurant Zur Alten Post (Michelin **, 19 GM) schreibt der „Falstaff Sommelier des Jahres 2012“ für Effilee, BEEF, die Welt Am Sonntag und weitere Genussmagazine und ist immer auf der Suche nach kulturgeschichtlichen Hintergründen und Abgründen. Zahlreiche Moderationsjobs schärfen sein Profil als Weinunterhalter.
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
Zind-Humbrecht
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