Farbe
Kupferfarben mit goldenen Reflexen und einer feinen, anhaltenden Perlage
Nase
Dies ist ein hochkomplexer Champagner von großer Eleganz. Feinste Brotkruste, geröstetes Brioche und Haselnüsse verbinden sich mit goldenem Apfel, reifer Birne und kandierter Zitrone. Salzzitrone, mürbes Kernobst und eine bewusst eingesetzte oxidative Prägung verleihen zusätzliche Tiefe, während feine Gewürznoten das vielschichtige Aromenspiel abrunden.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich der 2010er Jahrgang kraftvoll und zugleich von großer Präzision. Die beeindruckende Dichte wird von einer lebendigen Säure und feiner Mineralität getragen, sodass der Champagner trotz seiner Fülle niemals schwer wirkt. Das erst kürzlich erfolgte Degorgement verleiht ihm derzeit noch eine leichte Unruhe, doch mit etwas Luft – und erst recht mit weiterer Flaschenreife – findet er zu beeindruckender Harmonie. Der Nachhall ist außergewöhnlich lang und von großer Noblesse. Ein Champagner mit eindrucksvollem Reifepotenzial.
Verkostet im Juli 2026
Seezunge mit Krabbenbisque und Morcheln (Fisch)
Bresse-Poularde mit Trüffel und Sauce Albufera (Geflügel)
Alter Comté (36 Monate) mit gerösteten Walnüssen (Käse)
Jestin
Wer sich schon länger mit der Biodynamie und der Champagne beschäftigt, dem ist der Name Hervé Jestin geläufig. Lange war er – und ist es immer noch – die wohl prägendste Gestalt unter den dortigen Biodynamikern. Seit 1990 beschäftigt er sich mit der Anbau- und Ausbauweise, seit 2000 ist er Berater, seit 2006 erzeugt er in Kleinstmengen auch eigene Champagner. Sein „Jestin“ basiert auf Chardonnay von David Léclapart, Meunier von Vincent Laval und Pinot Noir von Benoît Lahaye, die alle seine Schüler waren. Dazu kommt der Clos de Cumières aus einer eigenen 0,5-Hektar-Parzelle mit uraltem Chardonnay- und Pinot-Noir-Bestand. Ausgebaut in Toneiern und lange auf der Hefe belassen, gehören diese Champagner zur absoluten Spitze, was die Balance und innere Dichte, Kraft und Finesse, vibrierende Energie, salzige Mineralität und Präzision anbelangt.







