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Spanien  •  Toro
Jahrgang
Volumen in ml
2020  /  750 ml

Farbe:

Leuchtendes, intensives Schwarzkirschrot mit violetten bis bläulichen Reflexen und hoher Farbtiefe.

 

Nase:

Die Nase ist ein kraftvolles, vielschichtiges Spektakel und wird zunächst klar vom Ausbau geprägt: Kokosnuss, Vanille, intensiv gerösteter Kaffee und deutliche Eichenwürze stehen präsent im Raum, souverän getragen von der Rebsorte. Darunter entfaltet sich ein tiefdunkles Fruchtbild mit Brombeere, Schattenmorelle, Süßkirsche, Heidelbeere, Cassis und Holunder, dicht verwoben wie ein konzentriertes Fruchtpüree. Diese dunkle Frucht wirkt reif und üppig, zugleich jedoch spannungsvoll und saftig, nie müde oder breit.
Mit zunehmender Luft kommen weitere Facetten hinzu: Pflaume, Berberitze und Schlehe, begleitet von säuerlich-frischen Akzenten, die der Frucht Lebendigkeit verleihen. Würzige Komponenten aus dem Holz verbinden sich harmonisch mit Salbei, Oregano, Pfeffer, Wacholder, Nelke, dunkler Schokolade und Lakritz. Erinnerungen Bleistift werden wach. Insgesamt zeigt sich eine hohe Fruchtkonzentration, getragen von Würze, Tiefe und innerer Spannung.

 

Gaumen:

Im Antrunk präsentiert sich der Wein saftig, kompakt und würzig, mit sofort spürbarer Struktur. Tannin und Säure sind griffig und ausgewogen: Das Tannin gleitet zunächst weich und auskleidend durch den Mundraum, getragen von dunkler, würziger Intensität. Im weiteren Verlauf übernimmt die Säure zunehmend die Führung und spannt den Wein auf, zieht die Frucht mit sich und lässt sie deutlich schlanker, säuerlicher und animierender erscheinen, als es die Nase erwarten ließ.
Hier zeigt Tinta de Toro ihre große Stärke: Struktur, Griff und hohe Belastbarkeit für Holz, gepaart mit Reifepotenzial. Die Säure wirkt zupackend und adstringierend, ohne hart zu werden, und hält Frucht, Würze und Alkohol konsequent im Gleichgewicht. Die Frucht entwickelt eine leicht mürbe Anmutung mit Anklängen von roter Bete, bleibt jedoch stets präzise geführt. Kalkige Mineralität tritt hinzu und verbindet sich mit Säure und Tannin zu einem eng verzahnten Gerüst. Und immer wieder blitzen Graphit-Aromen retronasal hervor.
Im Hintergrund bleibt der Wein überraschend hell, fein und großzügig, mit viel Herzhaftigkeit und umarmender Wärme, ohne jemals aufzutragen. Ein Maul voll Wein, balanciert, strukturiert und von großer innerer Kraft.

Verkostet im Dezember 2025

Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

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Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

Quinta de la Quietud

Die Geschichte des begnadeten Weinmachers Jean-François Hébrard liest sich spannender als ein Krimi. Bereits sein Großvater und sein Vater waren im Bordeaux als Winzer tätig. In seiner Heimat Bordeaux konnte Jean-François nach seinem Önologiestudium dann auch die ersten praktischen Erfahrungen sammeln. Es folgten Aufenthalte in Burgund und Zentralspanien, bis er schließlich in der Region Toro seinen Traum fand. Er erkannte sofort das Potenzial, welches die äußerst kargen Böden in Kombination mit alten Reben hervorbringen können. Er setzte von Beginn an auf biodynamische Praktiken, die er vorher bei dem Kultwinzer Laurent Combier, einem Pionier des ökologischen Weinbaus, erlernt hatte. Das Ergebnis sind reinsortige Spitzenweine.