Farbe:
Leuchtendes Strohgelb mit klaren goldenen Reflexen.
Nase:
Herrlich warm, mediterran und ausgesprochen spannend, dabei von Beginn an klar und präzise gezeichnet. Der Wein besitzt eine gesunde, warme Mitte und vermittelt Großzügigkeit, ohne jemals beladen oder schwer zu wirken. Gelb-orange Frucht trifft auf helle, steinige und kalkige Nuancen und verleiht der Nase einen eher herzhaften, charaktervollen Ausdruck. Dazu kommen nussige und leicht brotige Akzente von Mandel, frisch geschnittener Macadamianuss und Sauerteigbrotkruste. Piment und Wacholderbeere sorgen für Würze, während Rosmarin, Thymian und ein feiner Anklang grüner Olive den mediterranen Charakter unterstreichen. Die Frucht bleibt dabei klar definiert: gelber Pfirsich, Nektarine und Aprikose verbinden sich mit Mandarine und einem Hauch reifer Cantaloupe-Melone. Trotz der Wärme bleibt die Aromatik elegant und schlank; die Frucht besitzt Reife und Saftigkeit, wird aber nie ausladend oder vordergründig.
Gaumen:
Am Gaumen setzt sich diese warme, mediterrane Stilistik konsequent fort. Die Frucht wirkt pur, saftig und reif, eingebettet in eine trockene und elegante Struktur. Gleichzeitig besitzt der Wein eine gewisse Fülle und Viskosität, die weniger Schwere als vielmehr Reife, Wärme und Großzügigkeit vermittelt. Bemerkenswert ist dabei, wie wenig Säure er benötigt, um Frische und Spannung aufzubauen. Die Balance entsteht vielmehr aus seiner inneren Struktur, den steinigen Komponenten und einer zunehmend herben, trockenen Kontur. Im weiteren Verlauf zieht sich die Frucht bewusst zurück; helle kalkige und steinige Nuancen übernehmen, begleitet von getrockneten mediterranen Kräutern und einer feinen Würze. Gerade diese Verbindung aus saftiger, warmer Mitte, reifer Frucht, mediterraner Kräuterwürze und mineralisch-trockenem Ausklang macht den Wein so stimmig. Großzügig, ohne breit zu werden, warm, ohne schwer zu wirken, und mit genügend Spannung, um den Trinkfluss bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.
Tasted in August 2026
Parmaschinken mit Cantaloupe-Melone
Venusmuscheln mit Risoni, Olivenöl und mediterranen Kräutern
Kaninchenterrine mit Wildkräutersalat und Honig-Senf-Dressing
Mesquida Mora
Weit ab von den Touristenhochburgen der Küste liegt der kleine Ort Porreres im Herzen der Insel Mallorca. Bàrbara Mesquida Mora bekam von der Mutter und ihrem Onkel einige Parzellen, da der Vater auf konventionellen Anbau bestand und mit den Methoden der Tochter wenig anfangen konnte. Für die sympathische Bàrbara war jedoch eins von Anfang an klar: Biologische und biodynamische Arbeitsweise. „Wir kombinieren täglich moderne Methoden und Erkenntnisse mit den alten Traditionen“, sagt Bàrbara stolz. „Wir wollen der nächsten Generation ein intaktes Ökosystem hinterlassen“. Selbstverständlich wird auch bei den nicht mit Reben bepflanzten Flächen auf Biodiversität geachtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Einstiegsweine sind fruchtbetont und nicht zu fordernd. Die höheren Klassen lassen Terroir und Tiefe erkennen. Mallorca pur, aber anders!









