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AS Sirugue-Noëllat
Das Weingut
Zwei berühmte burgundische Winzerfamilien verschmelzen zu Sirugue-Noëllat
Die Domaine Arnaud et Sophie Sirugue-Noëllat ist nicht ganz neu im Burgund. Bei Arnaud und Sophie sind schon 2016 die ersten Weine entstanden. Aber seit dem Jahrgang 2023 nimmt sie ganz anders Fahrt auf, und auch die Flaschen zeigen ein neues Gewand unter dem schlichten Titel „AS“.
Auf einen Blick
- Arnaud Sirugue und Sophie Noëllat
- Neuer Auftritt „AS“ seit dem Jahrgang 2023
- Les Barreaux und Grands-Échézeaux
- Pinot mit Tiefe, Floralität, seidigem Tannin
Zwei prägende Namen
Die Domaine mit Sitz in Vosne-Romanée verbindet zwei prägende Namen der Region. Arnaud stammt aus dem Hause Sirugue, Sophie ist eine Tochter von Michel Noëllat. Bis vor drei Jahren hat Arnaud die Weine noch zusammen mit seinem Vater Jean-Louis erzeugt, doch mit dem Jahrgang 2023 ist die Domaine Sirugue Geschichte. In den nächsten Jahren werden Arnaud und Sophie die Weine der gesamten Domaine unter dem Namen Arnaud et Sophie verkaufen, dann geht ein Teil der Weinberge der Domaine Sirugue an Marie-Frances Sirugues Tochter Marie-Paule Reynaud.

Die Lagen
Zum Kernbesitz von Arnaud et Sophie gehören rund 12 Hektar, davon ca. 4,5 ha in Vosne-Romanée (Village und 1er Cru) sowie Parzellen in Chambolle-Musigny und Ladoix; dazu kommt eine winzige Fläche im Grand Cru „Grands-Échézeaux“. Ergänzend beziehen sie Trauben über langfristige Verträge (u. a. aus Gevrey-Chambertin und Meursault). Berühmt ist besonders Vosne-Romanée „Les Barreaux“, direkt an der Grenze zu „Cros Parantoux“ und „Les Petits Monts“.

Im Keller
Im Keller wird sehr präzise gearbeitet, teils mit Ganztrauben, immer mit einem moderaten Neuholzanteil und langer Reifezeit, sodass Pinot Noir mit Tiefe, Floralität und seidigem Tannin entsteht. Für diese Arbeitsschritte haben die beiden direkt unterhalb und hinter der Traktoren-Garage von Anne Gros ein neues Büro- und Kellergebäude errichtet. Der 2023er Jahrgang allerdings ist noch im alten Keller entstanden, zeigt aber, dass Arnaud nun, da er alleine arbeitet, noch feinere und elegantere Weine zu erzeugen vermag, als es vorher schon der Fall war.
CHRISTOPH RAFFELT
Berühmt ist besonders Vosne-Romanée „Les Barreaux“, direkt an der Grenze zu „Cros Parantoux“ und „Les Petits Monts“.

Sortiment ·
Die Weine von AS Sirugue-Noëllat
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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