Farbe:
Deutlich getrübtes Goldgelb.
Nase:
Eine etwas wärmere Temperatur und das Umfüllen in die Karaffe steht ihm außerordentlich gut zu Gesicht, Quitte, feste Holzbirne, Kandierter Ingwer, Anis und Trockengebäck reihen sich aneinander. Unterlegt ist das Ganze von viel Zitrone und erfrischender Meeresbrise, ein überaus animierender Auftakt.
Gaumen:
Auf der Zunge zeigt sich der 2022er Chenin Blanc von Bencze Birtok mit packender Säure und salziger Anmutung, der Speichel beginnt unmittelbar zu fließen. Der perfekte Wein zu Krustentieren und Fisch mit mediterranen Einflüssen.
Verkostet im Dezember 2025
Wenn möglich dekantieren und nicht zu kalt aus großen Burgunder Gläsern genießen.
In Sternanis eingelegte Tomaten mit Ziegenfrischkäse und Weißbrot-Knusperchips (vegetarisch)
Garnelen auf Algen-Orangen-Salat
Hausgebeizter Lachs mit Mohnsamen und Senf-Dill-Sauce
Bencze Birtók
István Bencze gehört ganz ohne Frage zu den Entdeckungen der letzten Jahre, wenn es um osteuropäische Winzer geht. Der ruhige, meist eher in sich gekehrte Winzer, der bis 2011 in der IT-Branche tätig war, hat sich damals in ein Fleckchen Erde am Szent György-hegy, dem St.-Georgs-Hügel oberhalb des Nordufers des Plattensees verliebt. Dort, wo einst seine Großeltern schon Wein erzeugt hatten, begannen er und seine Frau Kristina nun selbst, Weine zu erzeugen. Zunächst als Experiment, heute auf 18 Hektar. Neben Reben wie Pinot Noir, Riesling und seiner Lieblingsrebsorte Chenin Blanc wurzeln dort vor allem heimische Sorten wie Furmint, Harszlevelú oder der seltene Keknyelú im vulkanischen Basalt und Tuff, teilweise durchsetzt mit Lehm und Kalkstein. Gearbeitet wird nach demeter®-Richtlinien, geschwefelt wird seit einigen Jahren nicht mehr. Die Weine sind leicht im Alkohol, komplex, stabil und voller Energie.










