Farbe
leicht transparentes Purpur
Nase
Wenn es einen archetypischen Carignan-Duft gibt, dann steigt er aus einem Glas 2022er Vindemiatrix. Hier hat man jede Menge Kirsche, vor allem Sauerkirsche, also Cerise, aber als Likör, so dicht wirkt das. Dazu kommen Noten von Maulbeeren und Brombeeren, die sich mit etwas Hefe, Bresaola und Garrigue, schwarzer Oliventapenade und zerstoßenem dunklem Gestein verbinden.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich der Wein frisch und saftig. Die Frucht wirkt hier noch viel knackiger, als sich erahnen ließ. Ja, die knackige Frucht, die Säure und ein griffiges Tannin sind dicht verwoben, wirken klar und präzise und bilden die Grundlage für eine fein geschliffene Textur. Carignan, wie er sein sollte.
Verkostet im Januar 2025
1. Langsam gerösteter Schweinebauch mit Five Spices und gegrillter Paprika (Fleisch, Schwein)
2. Lammbries, Rotkohl, kandierte Äpfel, Walnüsse, reduzierter Fleischsaft(Lamm)
3. Ratatouille, geröstetes Brot, Oliventapenade (vegetarisch)
Georg Meissner
Seit vielen Jahren forscht und lehrt Dr. Georg Meißner im biologisch-dynamischen Weinbau und hat viele Winzer bei der Umstellung begleitet. Ein Anliegen ist ihm, der Aufbau einer guten Ausbildung zu diesem Thema im praktischen und universitären Kontext. Während seiner Weinbaulehre verliebte er sich in die Weine und die Landschaft des Roussillon. Den Kontakt hält er durch die „Rettung“ zweier Weinberge aufrecht, die andernfalls gerodet worden wären. Bewirtschaftet werden die Weinberge mit Familie und Freunden. Die über 100 Jahre alten Carignan stehen auf einer Terrasse, umgeben von Steinmauern, Fels und Wald. Die Grenache sind dem Wind ausgesetzt und stehen auf einem trockenen, steinigen Gneiss-Verwitterungsboden. Während der frühen Weinlese wird im Weinberg streng selektioniert. Ziel ist es, Rotweine mit Finesse, Spannung und Mineralität zu erzeugen.