Farbe:
Leuchtendes Grüngelb mit hellen Reflexen.
Nase:
Ein hochtypischer Rebholz-Moment: volle, klare Frucht, intensive Kräuteraromen und eine sofortige aromatische Spannung. Die Zitrusfrucht gibt das Tempo vor — Bergamotte, Limone, Grapefruit, Zitrone, alles zestig, herb, vibrierend. Dazu ein floraler Einschlag mit gelben Blüten und einer ausgeprägten Muskatnote, die fast aufgesetzt wirkt und in Richtung Litschi, Stachelbeere, gelbe Pflaume und weißer Pfirsich deutet. Saftige Nashi-Birne, ein Hauch Mandarine sowie eine feine Rosennote erweitern das Bild. Unterlegt wird alles vom typischen „Rebholz-Ton“: frische, nasse Kräuter wie Melisse, Zitronenthymian und Zitronengras, die dem Wein Esprit, Präzision und eine grün-florale Energie verleihen.
Gaumen:
Am Gaumen zeigt sich der Muskateller in der puristischen, schnurgeraden Handschrift des Hauses: knochentrocken, extrem schlank, filigran und mit nur 10,5 % Alkohol ein fast schwereloser Wein. Feingliedrig, saftig und klar ausgebaut, aber ohne Körper, ohne Schmelz, stattdessen getragen von aromatischer Tiefe und einer prägnanten, lebendigen Säure. Die Frucht und Kräuter aus der Nase erscheinen erneut, jedoch deutlich subtiler, fein verwoben in ein sehr trockenes, zupackendes Mundgefühl. Der Wein wirkt animierend, leicht adstringierend und tänzelnd, gleichzeitig hochpräzise, frisch und kräuterbetont. Ein archetypischer Rebholz-Wein: brillant, filigran, lang gedacht.
Tasted in November 2025
Papaya-Salat aus grüner & gelber Papaya mit gerösteten Erdnüssen, Limette & Thai-Basilikum
Kalte Kräuter-Limetten-Nudeln mit Zitronengras, Koriandergrün und geröstetem Sesam
Marinierter Kohlrabi mit Zitronenmelisse, Fenchelblättern und weißem Pfirsich
Ökonomierat Rebholz
Die Geschichte der Familie Rebholz reicht weit ins 16. Jahrhundert zurück. Seinen heutigen Namen verdankt das Weingut Eduard Rebholz, der den Titel des Ökonomierats inne hatte. Der studierte Forstmann war es auch, der damals gegen den Zeitgeist von künstlich gesüßten Tropfen die Idee des ungeschönten „Naturweins“ setzte. Heute führt sein Enkel Hansjörg Rebholz die Idee von konsequent trockenen Weinen entschlossen fort. Seine Weine, die in ihrer Jugend oft noch unzugänglich wirken, zeichnen sich durch ein hohes Entwicklungspotenzial aus und brauchen demnach Zeit, um ihre ganze Klasse zeigen zu können. Gerade die Toplagen „Kastanienbusch“ und “Im Sonnenschein“ beweisen die eindrucksvolle Spitzenstellung dieses traditionsreichen Hauses.











































