Farbe
tiefes, aber transparentes und leuchtendes Goldgelb
Nase
Der 2022er Chablis Clos de Béru ist ein hocharomatischer, reifer, dichter Chardonnay, dem man den Ansatz der low intervention insofern anmerkt, als dass er sich offen und einladend, ganz unverstellt und lebendig präsentiert. Man hat hier viel gelbes Obst, von Birnen, Kelleräpfeln, Pfirsichen und reifen Zitronen und Mandarinen mit Anklängen von Zitronengras, Ingwer und Verbene, etwas Bienenwachs und Quittenflaum.
Gaumen
Auch am Gaumen ist das ein offener, reifer, dabei hochkomplexer Wein. Was für einen Charme und eine Sinnlichkeit er mitbringt, obwohl er viel Kraft und Druck abgibt. Die Säure wirkt zunächst seidig, wird aber immer drängender, die Energie immer spürbarer. Dann geht weiter mit einer ordentlichen Portion Trockenextrakt, einem Teil knackiger und einem Teil fleischiger grüner und gelber Frucht und endet irgendwann mit ein wenig Austernschale, Salz und Mineralität, einem grandiosen Spannungsbogen bis in intensive, lange Finale. Zweifelsohne ein Wein mit Größe.
Verkostet im September 2026
Steinbutt auf der Gräte gebraten, Artischocke, junger Lauch, Zitronen-Beurre-blanc (Fisch)
Gebratene Langoustine, Fenchel, Mandarine, Safran und ein leichter Krustentierjus (Meeresfrüchte)
Sellerie in Salzkruste, geröstete Haselnuss, Quitte, braune Butter und ein heller Pilzfond (vegetarisch)


Château de Béru
Seit nun mehr über 400 Jahren residiert die Familie de Béru auf ihrem Château in dem Örtchen Béru unweit von Chablis. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ausbruch der Reblausplage war der Weinbau die einzige Erwerbsquelle der Familie. Im Jahre 1987 entschloss sich Comte Éric de Béru aufgrund seiner Passion für den Wein zu einer Wiederbestockung der Weinberge. Heute führen seine Frau Laurence und seine Tochter Athénaïs das Weingut. Der Clos Béru, die Monopollage des Weinguts, gehört zu den berühmten Lagen des Chablis. Die fünf ha große Parzelle verdankt ihren Namen einer Mauer aus dem 13. Jahrhundert. Sie befindet sich auf den südlichen Hügeln des Béru-Tals auf knapp 300 Metern ü.d.M.
















