Farbe:
Leuchtendes Goldgelb mit feinen, hellen Reflexen
Nase:
Visuell bereits ein Versprechen von Wärme und Reife, breitet er in der Nase ein gewohnt intensives Aromenspektrum aus. Geprägt von gelben Früchten – geröstet, gebacken, eingekocht. Trotz dieser Konzentration bleibt er stets salin, mit spürbarem Einfluss der Höhenlagen und kalkhaltigen Böden seiner Herkunft.
Fruchtaromen von Pfirsich, Mirabelle, Aprikose und Khaki dominieren – reif, fleischig, saftig, flankiert von gegrillter Ananas und tropischer Mango. Doch nie überbordend süß – sondern getragen von einer warmen, würzigen Tiefe, in der sich Koriander- und Fenchelsaat, ein Hauch Vanille, sowie helles Unterholz zeigen. Kräuter treten zurück, dafür steht eine balsamische, leicht holzige Würze im Vordergrund.
Gaumen:
Am Gaumen wirkt der Wein erdig, kantig, strukturiert, mit moderater bis niedriger Säure, aber einem sehr guten pH-Wert, der ihm Balance und Frische verleiht. Der Albillo, als Rebsorte mit zurückhaltender Frucht, brilliert hier mit Mineralität, Salz, Kalk – und zeigt, dass große Weine nicht laut sein müssen.
Nicht trocken, nicht süß – sondern zurückgenommen, selbstbewusst, kontinental, elegant. Ein Wein, der sich nicht aufdrängt, sondern begleitet.
Verkostet im April 2025
Bouillabaisse
Gegrillter Steinbrot mit Wurzelgemüse und Kräuterpesto
Poularde aus dem Ofen mit orientalisch gewürztem Couscous und Orangensauce
Felix Callejo
Die Winzerfamilie Callejo stammt aus dem kleinen Dorf Sotillo de la Ribera. Der Gründer Felix Callejo musste schon in jungen Jahren das Erbe seines Vaters antreten. Heute wird das Weingut von dem Sohn und den drei Töchtern geführt. Zwei von den Geschwistern sind studierte Önologen, die in verschiedenen Teilen der Welt ihre Erfahrungen gesammelt haben. Die Weinberge sind im nördlichen Teil des Ribera del Dueros auf 850 bis 930 Metern Höhe gelegen. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht betragen oft über 15°C. Die kühlen Nächte sorgen für eine angenehme Frische, die sich auch in den Weinen widerspiegelt. Schon damals hatte der Gründervater Felix Callejo erkannt, daß es im heißen Zentralspanien an Sonne und Hitze nicht mangelt und die kargen Böden zusammen mit der Höhenlage die ideale Voraussetzung sind, um Spitzenweine herzustellen.














