Farbe:
Leuchtendes Goldgelb mit hellen Reflexen
Nase:
Das Cuvée aus Carricante und Moscato starte aromatisch und duftig. Er zeigt dabei Salzzitrone, Limone sowie auch einen Hauch Muskat. Grapefruit, Nashi-Birne und weißer Pfirsich stehen dem in nichts nach. Litschi und Maracuja sorgen für exotische Akzente. Elegant wirkt er durch Orangenblüte., während Mandarinenhaut herbe und säuerliche Momente verbindet. Mediterran zeigt er sich uns deutlich mit Thymian, Lavendel und Pinienhaine. Kalkstein und kalter Rauch setzen eine klare Note im Finish ab.
Gaumen:
Für mich ist das ein Klassiker in Sachen mediterranem Weißwein. Der Wein spielt dabei voll auf der Frucht. Leicht und doch satt in einem Auftritt. Sein warmes Herz basiert auf den reichlichen Sonnenstunden. Das wirkt herzhaft und großzügig. Seine satte, dichte Frucht lebt basierend auf einem steinigen Gerüst voller kantiger Elemente. Bitterstoffe und Salzigkeit übergeben sich immer wieder den Staffelstab. Das sorgt für eine hohe Trinkanimation trotz moderater Säure. Er ist zugänglich, aber doch durchaus spannend. Im Nachhall wiederholt er diese Eindrücke. Allen voran gibt es Zitrone auf die „Zwölf“.
Tasted in February 2025
Cremige Portulak-Suppe mit Crème Fraîche, Dill und Eismeergarnelen
Kalbs-Carpaccio mit Rucola, Salzzitrone, Kapern und Knoblauch-Mayonnaise
Veganes Tomaten-Tartar, Schaum von Weißen Tomaten, Basilikum und geräucherte PinienkerneTenuta di Castellaro
Die Liparischen Inseln, auch bekannt unter dem Namen Äolische Inseln, sind eine kleine Inselgruppe, nördlich von Sizilien gelegen. Mit einer Gesamtfläche von nur ca. 115 km² wurden die insgesamt sieben bewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In der Antike galten die Inseln als Sitz des Windgottes Äolus, der von Zeus zum Verwalter der Winde eingesetzt wurde. Doch nicht nur der Wind, sondern auch das mineralienreiche Vulkangestein machen den Weinbau auf diesen Inseln heute so reizvoll. Dr. Massimo Lentsch, der ursprünglich aus Kufstein stammt, strandete durch seine Segelleidenschaft auf den Äolischen Inseln. Im Jahr 2005 entschloss er sich auf Lipari ein familiengeführtes Weingut aufzubauen. Bis heute ist er dort der einzige Winzer, der nicht nur Weine zum Eigengebrauch vinifiziert.