Farbe
zartes Œil de Perdrix mit feiner Perlage
Nase
La Pluchotte zeigt sich von Beginn an offen, duftig und ausgesprochen rotfruchtig. Himbeere, Granatapfel und rote Johannisbeere verbinden sich mit Grapefruit und einem Hauch roter Pomelo. Dazu kommen etwas Biskuit und eine leicht mürbe Note, die der lebendigen Frucht zusätzliche Tiefe verleiht. Die Aromatik bleibt dabei hell und transparent, mit einer feinen herb-fruchtigen Komponente, die bereits auf den Charakter am Gaumen verweist.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich der La Pluchotte luftig und saftig mit zunächst lebhaft aufschäumender Perlage. Rote Johannisbeere, Himbeere und Rhabarber treffen auf Pomelo, etwas Cassis und Brombeere. Salbei und weitere Kräuternoten sorgen zusammen mit einer an Campari erinnernden Bitternote für einen reizvollen herb-fruchtigen Kontrast. Der Champagner besitzt angenehme Festigkeit und Frische, bleibt dabei leichtfüßig und trocken. Kein Champagner, der nach großer Konzentration strebt, sondern einer, dessen Charme in seiner unkomplizierten Frische, Würze und hohen Trinkfreude liegt.
Verkostet im August 2026
Maki mit Thunfisch, Gurke und Shiso (Fisch)
Perlhuhn mit Flusskrebsen, Estragon und rosa Grapefruit (Geflügel/Meeresfrüchte)
Blätterteigtarte mit Ziegenkäse, Tomaten und schwarzen Oliven (vegetarisch)
Jérôme Blin
Jérôme Blin gehört zu einer Familie, die bereits seit dem 16. Jahrhundert Weinbau in der Champagne betreibt. Seine Heimat ist Vincelles, oberhalb Château-Tierry im Vallée de la Marne. Jérômes Großvater gründete im Jahr 1947 die Kooperative H. Blin in Vincelles. Jérôme hat die Region zunächst verlassen, um Agrar- und Lebensmitteltechnik zu studieren, ist dann aber zurückgekehrt, um das Weingut seiner Eltern zu übernehmen. 2010 hat er den sechs Hektar umfassenden Betrieb auf biologischen Weinbau umgestellt, seit 2018 wirtschaftet er mit biodynamischen Methoden. Er selbst nutzt nur 10 % der Trauben, um rund 7.000 Flaschen im Jahr zu erzeugen. Meunier steht auf ca. 70% der Rebfläche, der Rest ist rund hälftig mit Chardonnay und Pinot Noir be-pflanzt. Der lebensfrohe Jérôme erzeugt dabei ausgesprochen feine, teils zart anmutende präzise Champagner, die sehr gut den Charme des Meuniers in diesem Teil der Champagne einfangen.













