Farbe
leuchtendes Gold mit eleganter Perlage.
Nase
Der Mont Miré 2016 zeigt die Tiefe eines gut gereiften, gleichzeitig lebendigen, frischen Champagners. Mirabelle, etwas Quitte, reifer Weinbergspfirsich und kandierte Zitrusfrüchte bilden den fruchtigen Auftakt. Mit Luft treten Bienenwachs, geröstete Haselnüsse und Trockenfrüchte hinzu, begleitet von Brioche, warmen Gewürzen und einer kreidig-erdigen Würze. Die lange Hefereife ist deutlich spürbar, überlagert die Frucht aber nicht. Vielmehr entwickelt sich der Duft ständig weiter und changiert zwischen reifer Frucht, nussiger Wärme und einer kühlen, mineralischen Grundierung.
Gaumen
Am Gaumen beginnt der Mont Miré saftig und energiegeladen. Reife gelbe Frucht und kandierte Zitrusnoten treffen zunächst auf eine lebendige Frische, bevor sich die Textur zunehmend verändert: Der Champagner wird weicher, seidiger und gewinnt an Fülle, ohne schwer zu werden. Nussige und würzige Reifearomen verbinden sich mit einer ausgeprägten Salzigkeit und einer kühlen mineralischen Spannung. Gerade das Wechselspiel aus Dichte und Leichtigkeit, Reife und Frische macht den besonderen Reiz dieses 2016ers aus. Das lange Hefelager hat ihm Gelassenheit und Tiefe verliehen, während die Struktur vollkommen klar und präzise bleibt. Ein charaktervoller, gereifter Brut Nature mit langem, salzigem und ausgesprochen harmonischem Finale.
Verkostet im August 2026
Lauwarme Gougères mit gereiftem Ziegenkäse und schwarzem Pfeffer (vegetarisch)
Kalbsbries mit Morcheln, Vin Jaune und gerösteten Haselnüssen (Kalb)
Paris-Brest mit Praliné-Creme und leicht gesalzenen Haselnüssen (Dessert)
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Jean Servagnat
Unweit von Gueux und Vrigny liegt Coulommes-la-Montagne in der so genannten Petite Montagne de Reims. Die Ortschaft ist bekannt für den Pinot Meunier, der 65 % der Premier-Cru-Lagen ausmacht. Dort erzeugt Jean Servagnat zwei Champagner von rund 3,5 Hektar. Oberhalb des Dorfes, im Nordwesten, sind die Weinberge wie ein Amphitheater angeordnet und werden von Pinot Meunier dominiert. Dort wachsen auf lehmigen Kalkböden die Trauben für den reinsortigen Les Meuniers Insomis. Für seinen Les Galipes de Coulommes nutzt er zudem Pinot Noir aus der sandigeren Ebene und Chardonnay aus Les Vignes Dieu, wo auch Bonnet-Ponson Parzellen besitzt. Von Beginn an hat Jean Servagnat auf biologischen Anbau gesetzt. Im Keller wird spontan teils im Inox, teils im Holz vergoren und die malolaktische Gärung durchgeführt. Die Champagner werden mit nur minimal dosiert, gerade so, dass sie in der perfekten sensorischen Balance sind.







