Farbe:
Intensives leuchtendes Purpur mit violetten Reflexen und hellem Rund
Nase:
Der Radica Rosso aus dem Jahrgang 2023 duftet intensiv fruchtig und dunkel. Er offenbart uns einen Früchtemix aus Süßkirsche, Brombeere und Schattenmorelle sowie vor allem dunkle , florale Aromen. So lassen sich Veilchen, Stiefmütterchen und Hibiskus entdecken. Frucht und Blüte agieren herrlich zusammen. Dahinter verbergen sich noch blaue Akzente, die an Pflaume sowie Reinclauden erinnern. Diese Frucht brilliert durch ihre Vermählung mit den Steinen und damit einem mandelartigen Charakter. Auf der würzigen Seite legt er uns Wacholder, Piment und Pfeffer vor die Nase. Grün zeigt er auch Anklänge von Pyrazin und Geäst. Johannisbeerstrauchholz, Unterholz und Geäst. Rosmarin, Minze und Eukalyptus ergänzen dies mit erfrischend, herbalen Elementen. Insgesamt weiß der Radica Rosso durch viel Finesse zu überzeugen.
Gaumen:
Am Gaumen zeigt er weder Tannin und den Einsatz von Holz. Dafür prägt ihn umso mehr eine rassige Säurestruktur. Dieser Wein vom Etna aus Milo ist straff, elegant und kühl. Er wirkt dabei seidig glatt. Strapazierfähig, doch nicht ausladend. Steinig und mineralisch wie Basaltgestein aus der Eifel. Eine herbe Note verleiht ihm eine gewisse Kante. Überwindend man diesen Moment, tritt die Frucht wieder in Erscheinung. Knackig und frisch. Schattenmorelle, Sauerkirsche, rote Johannisbeere sowie viel Trinkanimation. Die Gewürze und Kräuter der Nase dominieren dafür den Nachhall.
Verkostet im Februar 2025
Geschmorte Lammzunge mit lauwarmem Rosenkohlsalat
Flanksteak vom Grill mit dicken Bohnen sowie mediterranem Ofengemüse mit Brombeeren
Carpaccio von roter bete mit Petersilien-Pesto, Walnüssen, Feta und Schnittlauchöl
I Vigneri di Salvo Foti
Im Jahre 1435 wurde in Catania im Schatten des Ätna die Gilde der Vigneri gegründet. Diese Vereinigung von Winzern hatte das Ziel, den jungen Generationen die Kenntnisse zu vermitteln, wie man auf dem höchsten Vulkan Europas Reben zieht und Wein macht. Fast sechs Jahrhunderte später hat Salvo Foti die I Vigneri wieder neu gegründet. Die Vigneri beherrschen alle Arbeiten, die in den Weinbergen während des Jahres anfallen, so wie es auf dem Ätna immer schon war: Sie schneiden die Reben, pflügen, reparieren die Trockenmauern, etc. Außer auf die Kraft ihrer Hände können sie nur auf die Hilfe von Maultier Gino zählen. Neben der Beratung der zur Zeit sechs I Vigneri Weingüter produziert Salvo Foti auch seinen eigenen Wein nach den Prinzipien der Vigneri: Bäumchenreben (Alberello), einheimische Rebsorten, Schutz der Umwelt und Respekt für die Menschen.