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Château Climens
Das Weingut
Der Name Climens taucht zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahr 1547 auf. Seit dieser Zeit hat sich das Château in Barsac zu einem der bedeutendsten Weingüter im Bordelais entwickelt. Für die Qualität und den Erfolg der Weine wurde es in der Klassifikation von 1855 zum 1er Cru Classé de Sauternes et Barsac ernannt. Die Qualität liegt vielleicht in der Beständigkeit. Schließlich befand es sich in der gesamten Zeit im Besitz von gerade einmal fünf Familien. Seit 2022 ist es die Familie Moitry, die es von den berühmten Lurtons übernahm, die schon 2010 auf Biodynamie umgestellt hatten. Climens bedeutet im Keltischen so viel wie karges Land. In diesem Fall sind es 30 Hektar Weinberge, die von einer Mauer umfasst werden. Dieser Clos ist geprägt vom lehm- und eisenhaltigen Sand von Barsac, der auf zerklüftetem Asterienkalkstein liegt. Neben dem klassischen Süßwein entstehen auf Climens seit 2017 herausragende trockene Weißweine.
Auf einen Blick
- 1er Cru Classé de Sauternes et Barsac
- Biodynamisch seit 2010, heute Familie Moitry
- Ummauerter Clos auf Asterienkalkstein
- Süßwein und seit 2017 trockene Weißweine
CHRISTOPH RAFFELT
Climens bedeutet im Keltischen so viel wie karges Land.
September 2023

Sortiment ·
Die Weine von Climens
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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