Farbe:
Leuchtendes Strohgelb mit grünen Reflexen.
Nase:
Die Nase wirkt unmittelbar packend und fesselnd, mit einer griffigen, markanten Ausstrahlung, die den Wein vom ersten Moment an charakterisiert. Im Mittelpunkt steht eine intensive Kräuteraromatik, die an frisch getrocknete Kräuter erinnert und dem Wein seine unverwechselbare Handschrift verleiht. Die Frucht bleibt bewusst zurückhaltend und bewegt sich auf einer hellen, gelb-grünen Ebene mit Nuancen von Pfirsich, Nektarine, grüner Birne und einem Hauch Cantaloupe-Melone. Getragen wird dieses Aromenspiel jedoch von einer rassigen Kräuterbrise aus Melisse, Zitronenthymian, Koriander, Zitronengras und Minze, die von dezent getrocknetem Oregano im Hintergrund ergänzt wird. Insgesamt präsentiert sich die Nase straff, klar und außergewöhnlich sauber, dabei filigran und ruhig. Nichts wirkt plakativ oder laut – vielmehr zeigt sich hier ein Wein, der vollständig in sich ruht und die charakteristische Stilistik des Weinguts in beeindruckender Präzision widerspiegelt.
Gaumen:
Bereits im Antrunk überzeugt der Wein mit einer griffigen, bissigen Struktur und einer markanten Phenolik, deren feine Bitterstoffe dem Wein Rückgrat und Tiefe verleihen. Frucht- und Kräuteraromen ordnen sich dieser beeindruckenden Haptik unter und bleiben stets dezent im Hintergrund, ohne jemals aufdringlich zu wirken. Die eigentliche Stärke liegt im Mundgefühl, das mit bemerkenswerter Präzision, Spannung und Eleganz begeistert. Straffe Mineralität, eine salzige Ader und steinige Anklänge verleihen dem Wein enorme Kontur und Ausdruck. Trotz seiner Dichte wirkt er niemals schwer, sondern bleibt stets fokussiert und animierend. Im langen Nachhall entwickelt sich eine faszinierende Aromatik, die an Salzzitrone erinnert und den Wein mit Frische und Charakter ausklingen lässt. Die gelb-grüne Aromatik zeigt sich vielschichtig und facettenreich, wodurch der Wein gleichermaßen als Solist, erfrischender Terrassenwein oder anspruchsvoller Speisenbegleiter überzeugt. Bereits jetzt bereitet er große Freude, besitzt jedoch ebenso das Potenzial, durch einige Jahre Flaschenreife zusätzlich an Komplexität zu gewinnen. Ein beeindruckend charaktervoller Grüner Veltliner mit außergewöhnlicher Eigenständigkeit.
Tasted in July 2026
Gebratener Zander mit Fenchel, Zitronenbutter und jungen Kartoffeln.
Kalbsrücken mit Kräuterkruste, Kohlrabi und heller Jus.
Wiener Schnitzel oder Backhendl mit Petersilienkartoffeln und Gurkensalat.
Nikolaihof
Der Nikolaihof blickt auf eine fast 2000-jährige Geschichte zurück und ist damit das älteste Weingut Österreichs. Aber nicht nur die Geschichte und die wundervolle Wachau selbst sind für die besondere Stimmung auf dem Nikolaihof verantwortlich, sondern vor allem die Familie Saahs, die den Hof seit 1894 bewirtschaftet. Als Gründungsmitglied des Demeter Bundes Österreich, arbeitet die Familie Saahs seit Jahrzehnten biodynamisch. Die Weinberge strotzen geradezu vor Leben. So entstehen Federspiele mit Spannung und Rückgrat, gepaart mit Finesse und Struktur. Die Smaragd-Weine vom Nikolaihof erfreuen sich selbst nach Jahrzehnten der Reife und Lagerung noch einer unfassbaren Vitalität: Veltliner und Rieslinge mit Eleganz und mineralischer Tiefe. Teils werden besondere Weine bis zu 20 Jahre im großen Fass auf der Hefe gelagert, bis sie gefüllt werden.






























































