Trop m'en faut
Farbe
Mittleres Gelb, lebhaftes Mousseux
Nase
Der Fromenteau-Champagner, eine absolute Seltenheit, erinnert in seinem Ausdruck an Äpfel, Mirabellen und Zitrusfrüchte, die sich mit etwas Fenchelgrün und Sellerie, Nüssen, Brot, Apfelschale und Austernschale mischen. Was sollte man hier anderes erwarten als eine ungewöhnliche Nase?
Geschmack
Am Gaumen wirkt der "Trop m'en faut!" viel frischer und druckvoller, als erwartet. Es ist ein Wein mit Spannung, aber ohne Strenge. Vielmehr wirkt der praktisch sulfitfreie Champagner offen und großherzig, würzig, salzig und lebendig, dazu mundwässernd, verspielt in der Säure und rund in der Textur mit mürben und frischen Kernobstanklängen, etwas Zeste, etwas Ananas und einem seidig saftigen Finale.
Verkostet im Februar 2026
Rosa confierte Perlhuhnbrust mit Safran-Risotto und Zitronen-Abrieb (Geflügel)
Gebratener Fenchel mit Orangenschale, Mandeln & grüner Harissa (vegetarisch)
Gelbschwanz-Kingfish-Tartar mit Gurke, Wasabi und Yuzu (Fisch)


Drappier
Das Weingut der Familie geht auf François Drappier zurück, der 1808 in Urville an der Côte des Bar den ersten Weinberg bepflanzte. Urville selbst wurde von Römern gegründet, deren Weinberge später auch von der Abtei Cîteaux bewirtschaftet wurden. Drappier dürfte seit Jahrzehnten das bekannteste Haus im Süden der Champagne sein. Heute werden 62 Hektar eigener Weinberge und 50 in Vertragspartnerschaft bewirtschaftet. Die Weinberge in Bar-sur-Aube sind zu zwei Dritteln mit Pinot Noir bestockt. Dazu kommen Pinot Meunier, Chardonnay und alte Rebsorten. 17 Hektar Weinberge sind mittlerweile ökologisch zertifiziert, zehn weitere in Umstellung. Zudem ist das Weingut CO2-neutral zertifiziert. Im Keller wird mit sehr wenig oder ohne Schwefel gearbeitet. Die Jahrgangsweine lagern in Barriques. Hinzu kommt, dass die Drappiers für ihre Dosage Liköre verwenden, die mindestens 15 Jahre reifen.








