
- FRANKREICH
- CHAMPAGNE
Petit Clergeot
Das Weingut
Hinter Champagne Petit Clergeot steht Paul-Bastien Clergeot, der 2017 die Weinberge seiner Familie in Polisot an der Côte des Bar übernahm und begann, seine eigene Vorstellung von Champagne umzusetzen. Statt große, über Jahre hinweg möglichst gleichbleibende Cuvées zu erzeugen, interessiert ihn vor allem die präzise Herkunft eines Weines: einzelne Parzellen, alte Reben und die Unterschiede der Böden stehen klar im Vordergrund. Seine Weinberge liegen unter anderem in Polisot, Les Riceys und Montgueux und sind stark von den für die südliche Champagne typischen kimmeridgischen Kalk- und Mergelböden geprägt. Im Weinberg arbeitet Clergeot biologisch, mit Pflanzenauszügen, eigenem Kompost und möglichst wenig Eingriffen in das natürliche Gleichgewicht der Reben. Im Keller setzt er auf spontane Vergärung und experimentiert bewusst mit unterschiedlichen Gefäßen wie Edelstahl, Holz und Amphore, wobei die Vinifikation immer dem jeweiligen Weinberg folgen soll und nicht umgekehrt. Viele seiner Champagner entstehen parzellenweise und ohne Dosage, wodurch sie besonders direkt, trocken und spannungsvoll wirken. Pinot Noir spielt eine zentrale Rolle, doch auch Chardonnay findet seinen eigenen Ausdruck. Die Weine von Petit Clergeot sind präzise, mineralisch und oft von einer fast salzigen Frische geprägt, gleichzeitig besitzen sie eine bemerkenswerte Tiefe und Textur. Sie zeigen sehr eindrucksvoll, wie eigenständig und charaktervoll Champagne sein kann, wenn nicht der Hausstil, sondern der einzelne Ort im Mittelpunkt steht.
Auf einen Blick
- Paul-Bastien Clergeot, seit 2017 in Polisot
- Biologisch, mit eigenem Kompost
- Parzellenweise, oft ohne Dosage
- Stil: präzise, mineralisch, salzig-frisch
Sortiment ·
Die Weine von Petit Clergeot
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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