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Gramona
Das Weingut
Gramona, ein familiengeführtes Weingut im Herzen des Penedès, steht seit über 130 Jahren für exzellente Schaumweine. Das Weingut liegt in der Region Sant Sadurní d'Anoia, dem Epizentrum des spanischen Cava, und verbindet Tradition mit Innovation, um Weine von höchster Qualität zu erzeugen.
Über das Weingut: Gramona wurde 1881 gegründet und hat sich über fünf Generationen hinweg als einer der führenden Produzenten von Cava etabliert. Die Familie Gramona setzt auf nachhaltige und biodynamische Weinbaupraktiken, um die Gesundheit ihrer Weinberge zu fördern und das Terroir bestmöglich zum Ausdruck zu bringen. Die Weinberge erstrecken sich über 150 Hektar und profitieren von dem mediterranen Klima und den vielfältigen Böden der Region.
Auf einen Blick
- Familienweingut seit 1881 in Sant Sadurní
- Pionier der Biodynamie in Spanien
- Mitbegründer von Corpinnat
- Spezialist für lange Hefelagerung
Reblaus, Krieg und Hefelager
Historie und Entwicklung: Die Geschichte von Gramona ist eng verbunden mit der Ankunft der Reblaus in Spanien Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Katastrophe führte dazu, dass namhafte Champagnerhersteller ihr Wissen nach Katalonien brachten. Pau Batlle, der Gründer von Gramona, begann damals mit der Produktion der ersten Schaumweine auf Basis der autochthonen Rebsorte Xarel·lo.
Während des Spanischen Bürgerkriegs wurden viele Weinkeller geschlossen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckte man, dass die Weine in den Cavas erstaunlich frisch geblieben waren. Dies führte dazu, dass sich Gramona auf Schaumweine mit langer Hefelagerung spezialisierte. Heute liegen einige der Weine bis zu 15 Jahre auf der Flasche und Xarel·lo ist bekannt für sein außergewöhnliches Alterungspotenzial und seinen hohen Resveratrol-Gehalt.

VINATUREL
Seit über 130 Jahren und fünf Generationen steht Gramona für Schaumweine mit langer Hefelagerung – einige davon reifen bis zu 15 Jahre auf der Flasche.

Der Weg zu Corpinnat
Übergang zu Corpinnat: Ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte des Weinguts war der Austritt aus der D.O. Cava und der Beitritt zur Marke Corpinnat im Jahr 2019. Corpinnat ist eine Gruppe von Schaumweinproduzenten im Penedès, die sich strengen Qualitätskriterien verpflichtet haben, um das Erbe und die Exzellenz der Region zu bewahren. Die Entscheidung, der D.O. Cava den Rücken zu kehren, fiel aus dem Wunsch heraus, noch höhere Standards zu setzen und den Fokus stärker auf die Herkunft, den ökologischen Anbau und die handwerkliche Produktion zu legen.
Gramona war eine treibende Kraft hinter der Gründung von Corpinnat. Die Marke setzt sich für die Produktion von Schaumweinen ein, die zu 100% aus biologisch angebauten Trauben bestehen und mindestens 18 Monate auf der Hefe reifen. Die Trauben müssen von Hand geerntet und die Weine in der Kellerei des Produzenten vinifiziert werden. Diese hohen Standards stellen sicher, dass die Schaumweine von Gramona und den anderen Corpinnat-Mitgliedern höchste Qualität und Authentizität bieten.
Neue Generation, Biodynamie
Generationswechsel und Erneuerung: In den letzten Jahrzehnten hat sich Gramona intensiv mit nachhaltigen Weinbaumethoden beschäftigt. Die Umstellung auf biodynamischen Anbau war ein natürlicher Schritt für das Weingut, das immer den Einklang mit der Natur gesucht hat. Heute werden die Weinberge ohne synthetische Pestizide und Herbizide bewirtschaftet, um die Biodiversität und die Gesundheit der Böden zu fördern.
Mit Roc und Leo Gramona tritt nun die sechste Generation in die Fußstapfen ihrer Vorfahren. Die beiden jungen Männer übernehmen ein großes Erbe und führen das Weingut mit frischen Ideen und einem starken Bekenntnis zur Nachhaltigkeit in die Zukunft. Ihr Engagement für Biodynamie und die Qualität ihrer Weine bleibt dabei unerschütterlich.
Biodynamie: Unter der Leitung von Jaume und Xavier Gramona wurde das Weingut in den 1990er Jahren zum Pionier der biodynamischen Landwirtschaft in Spanien. Gramona war das erste Weingut in Spanien, das 2018 die BIODYVIN-Zertifizierung erhielt und bereits 2015 auf Demeter-zertifizierte biodynamische Landwirtschaft umstellte. Die Cousins gründeten auch die „Alliances for the Earth“, einen Zusammenschluss von Weinbauern, die sich der Biodynamie verschrieben haben und die Trauben für einige der besten Weine von Gramona liefern.
Sortiment ·
Die Weine von Gramona
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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