Farbe:
In leuchtendem Zitronengelb mit dezenten silbrigen Reflexen zeigt sich der Wein klar und glänzend im Glas.
Nase:
Immens dicht verwoben, engmaschig und komplex, und dennoch federleicht im Winde wehend, wie ein Seidenschal, präsentiert sich die Aromatik des Clos de la Perrière von Clos du Moulin aux Moines. Haut und Fruchtfleisch eines Weinbergpfirsich vereint sich mit frischer Ananas und Galia Melone und vergnügt sich still in Griechischem Joghurt. Etwas Orangenminze und eine handvoll geröstete Pinienkerne darüber. Fertig.
Gaumen:
Am Gaumen wird aus der Raupe, die die Fäden für den seidenen Schal gespendet hat ein erhabener Schmetterling; aromen- statt farbenfroh in die Lüfte steigend. Der mittelgewichtige Körper des Chardonnays aus der Monopol-Lage kleidet den Gaumen und schafft Raum in dem sich die gelbfleischige Frucht lange hält. Von dezenter Säure unterstützt findet der Wein ein knochentrockenes Ende, das dem hilflosen Munde das Wasser in sich zusammenlaufen lässt.
Verkostet im März 2025
Steinpilz-Gratin mit Frischkäse und Zitronenthymian
Geschmorte Fasanenkeule mit Blumenkohlpüree und schwarzen Nüssen
Kalbstatar mit Wildkräuter-Salat und Nussbrot


Clos du Moulin aux Moines
Dieses Weingut hat eine lange Geschichte. Bereits im zehnten Jahrhundert bauten hier die Mönche der Abtei von Cluny Wein an. Die Familie Ahmad übernahm es im Jahre 2008 und will an seine lange Tradition mit Hilfe des biodynamischen Weinbaus anknüpfen. Die Weinberge werden manuell bearbeitet. Gepflügt wird hier mit dem Pferd, um den Boden zu schonen und möglichst wenig zu verdichten. Im Weinkeller wird die natürliche Arbeit konsequent fortgesetzt. Die Vinifikation findet in den Kellern aus dem 15. Jahrhundert je nach Appellation in Holzbottichen, Edelstahl- und Betonfässern statt. Die Remontage erfolgt mit und ohne Luftkontakt. Die Weine reifen zwischen 10 und 22 Monaten, wobei neue Barriques immer weniger zum Einsatz kommen. Waren es Anfangs noch je nach Charakter der Weine zwischen einem Fünftel und einem Drittel kommen jetzt nur noch zehn Prozent zum Einsatz.
















