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Comte Abbatucci
Das Weingut
Die Abbatuccis sind eine alteingesessene korsische Familie. Ihre berühmtesten Mitglieder waren Général de la Révolution, Diplomate d’Empire und Ministre Impérial unter Napoleon III. Heute würdigen drei der beeindruckendsten Weine Korsikas die illustren Ahnen. Eigener Wein für den Hausgebrauch gehörte schon immer zur Familientradition. Doch die Basis für das heutige Weingut schuf erst Jean-Charles Abbatuccis Großvater, als er vor einem Jahrhundert fünf Hektar Weingärten mit Sciaccarellu, Niellucciu, Barbarossa und Carcaghjolu neru bepflanzte. Sein Vater Antoine, Präsident der korsischen Landwirtschaftskammer, sorgte sich in den 1960er Jahren um die Fortdauer des korsischen Weinbaus. Deshalb legte er eine einzigartige Sammlung von achtzehn autochthonen Sorten an. Jean-Charles übernahm das Gut 1992, restrukturierte die Weinberge und zäunte sie als Schutz gegen Wildschweine ein.
Auf einen Blick
- Biodynamisch, Demeter-zertifiziert seit 2005
- Sammlung autochthoner korsischer Sorten
- Granit, Pferdearbeit, Spontanvergärung
- Pionier der Renaissance alter Rebsorten
Biodynamie plus historischer Weinbau
© Claude Cruells ANDRÉ DOMINÉ
Das Gut im Tal des Taravo, nicht weit von Propriano, wird weltweit als Botschafter des authentischen korsischen Weins geschätzt. Sein Geheimnis? Vision, Passion und Potenzial – Hand in Hand mit der Natur.
© Claude Cruells Die Weine
Juli 2017

Sortiment ·
Die Weine von Abbatucci
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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