Tement Rosé
Farbe:
Ein brillant leuchtendes Lachsrosé mit sehr hellen Reflexen und außergewöhnlicher Strahlkraft.
Nase:
Die Nase präsentiert sich duftig, fein und ausgesprochen elegant. Waldhimbeeren und rote Johannisbeeren eröffnen das Aromenspiel, werden jedoch schnell von einer kühlen Kernobstfrucht ergänzt. Frisch geschnittene Birne, grüner Apfel und heller Apfel verleihen dem Wein eine bemerkenswerte Leichtigkeit und unterscheiden ihn bewusst von einer vordergründig beerigen Rosé-Stilistik. Hinzu kommen zahlreiche Kräuteranklänge von frisch gemähtem Gras, Zitronenmelisse, Kerbel, Petersilie, Zitronenthymian und Zitronengras, die dem Wein seine steirische Frische verleihen. Eine zarte Hefenote unterstreicht den jugendlichen Charakter und sorgt für zusätzlichen Charme, ohne die Klarheit der Aromatik zu überdecken.
Gaumen:
Am Gaumen zeigt sich der Rosé in klassischer Tement-Manier kompromisslos trocken, glasklar und ausgesprochen präzise. Die feine Hefenote verleiht ihm derzeit noch einen dezenten Schmelz, der sich mit etwas Flaschenreife weiter integrieren dürfte. Im Mittelpunkt stehen jedoch seine außergewöhnliche Klarheit, die saubere, filigrane Struktur und eine helle, von Kernobst und feiner roter Frucht geprägte Aromatik. Gerade weil der Wein bewusst nicht plakativ Rosé-fruchtig ausfällt, sondern auf Finesse, Frische und Präzision setzt, erinnert seine Stilistik eher an die besten Rosés der südfranzösischen Mittelmeerküste. Der lange, trockene und animierende Nachhall macht ihn zu einem ausgesprochen vielseitigen Speisenbegleiter und verleiht ihm einen enormen Trinkfluss.
Tasted in July 2026
Gegrillte Garnelen mit Zitronenöl, Fenchel und Kräutern.
Thunfisch-Tataki mit Ponzu, Sesam und eingelegtem Ingwer.
Salade Niçoise mit kurz gebratenem Thunfisch, Oliven, grünen Bohnen und Ei.
Tement
Schon als 16-Jähriger musste Manfred Tement das elterliche Weingut übernehmen, weil sein Vater 1976 überraschend starb. Als Jungspund galt der Steirer bereits in den 80er Jahren als großes Winzertalent. «Nicht stehen bleiben, immer besser werden» war sein Motto. Mit den Jahren wuchs der Betrieb von zwei auf heute rund 80 Hektar, inklusive der 20 Hektar, die 2004 auf slowenischer Seite der Lage Ciringa (Zieregg) erworben wurden. Damit tanzt man heute auf zwei Zieregg-Hochzeiten. Der älteste Sohn Armin ist bereits seit 2005 mit in der Verantwortung, seit einigen Jahren vervollständigt auch der Zweitgeborene Stefan das Tement-Trio. Gemeinsam wurde die Entscheidung getroffen, auf Bio-Weinbau umzustellen. Schon immer ist man mutige Schritte gegangen, und in der feuchten Steiermark ist es schon eine Herausforderung, einen solch großen Betrieb komplett auf Bio umzustellen.




















































