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Jahrgang
Volumen in ml
2020  /  750 ml

Farbe

Dunkles Purpur mit violetten Reflexen und nahezu schwarzem Kern

 

Nase

Der 2020er Côteaux de Tupin startet geradezu explosiv und wirkt in seiner Jugend zunächst fast überbordend. Cassis, Brombeere, Schwarzkirsche, Holunder und Feige treffen auf Veilchenpastillen, Flieder und eine dunkle Würze. Dazu kommen Oliventapenade, schwarzer Pfeffer, Süßholz, Blutorange und etwas Tinte sowie feine Noten von Vanille und Nelke. Mit viel Luft und in einem großen Glas findet der Wein zunehmend zu sich: Die Opulenz tritt zurück, Gestein und kühle Würze gewinnen an Kontur, und aus der enormen aromatischen Fülle schält sich immer mehr Finesse heraus.

 

Mund

Am Gaumen zeigt sich die ganze Konzentration des Côteaux de Tupin, doch niemals wirkt sie schwer oder extrahiert. Dunkle Beeren, Schwarzkirsche und Olive verbinden sich mit einem saftigen, leicht süßlich wirkenden Fruchtkern, etwas Fleischigem, Tinte und violetter Würze. Das Tannin ist trocken, griffig und von mittlerer Körnung, während eine überraschend kühle Säure den mächtigen Körper durchzieht. Mit Luft gewinnt der Wein enorm an Präzision und legt seine steinige, pulsierende Mineralität frei. Ein großer, eigenwilliger Côte-Rôtie von beeindruckender Tiefe, Struktur und Länge, dessen derzeit noch enorme aromatische Intensität vor allem eines verlangt: Zeit.

Verkostet im August 2026

Author Christoph Raffelt
Kurzvita Christoph Raffelt:

Christoph Raffelt, der Herausgeber des Blogs orginalverkorkt.de , schreibt seit 2007 über Wein. Mittlerweile ist das Blog originalverkorkt.de mit mehr als 800 Artikeln zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Weinwelt geworden. Neben der Bloggerei hat es ihm das Podcasten angetan. Zusammen mit seinem Freund Holger Klein gibt es alle vier bis fünf Wochen die Weinunterhaltungssendung WRINT Flaschen. Dazu erscheinen Originalverkorkt-Podcasts mit Persönlichkeiten aus der Weinwelt. Zudem schreibt er regelmäßig für Schluck, effilee und die taz.

Rehrücken mit schwarzer Johannisbeere, Wacholder und gerösteten Maronen (Wild)

Geschmorte Lammhaxe mit schwarzen Oliven, Rosmarin und Blutorange (Fleisch)

Aubergine aus der Glut mit Belugalinsen, schwarzem Knoblauch und geräuchertem Joghurt (vegetarisch)

Author Christoph Raffelt
Kurzvita Christoph Raffelt:

Christoph Raffelt, der Herausgeber des Blogs orginalverkorkt.de , schreibt seit 2007 über Wein. Mittlerweile ist das Blog originalverkorkt.de mit mehr als 800 Artikeln zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Weinwelt geworden. Neben der Bloggerei hat es ihm das Podcasten angetan. Zusammen mit seinem Freund Holger Klein gibt es alle vier bis fünf Wochen die Weinunterhaltungssendung WRINT Flaschen. Dazu erscheinen Originalverkorkt-Podcasts mit Persönlichkeiten aus der Weinwelt. Zudem schreibt er regelmäßig für Schluck, effilee und die taz.

Maison Stephan

Stephan startete 1991 mit drei Hektar in der Gemeinde Tupin. Er hatte das Glück, dass er damals einen Weinberg mit sehr alten Rebstöcken erwerben konnte. Einen zweiten Weinberg pflanzte er neu und vinifizierte 1994 seinen ersten Wein. Seine Weine unterschieden sich deutlich von denen der anderen Winzer an der Côte-Rôtie. Sein völlig eigener Stil hatte viel mit seiner Arbeit im Keller zu tun. Im Weinberg arbeitet er komplett von Hand, biologisch-organisch mit mechanischer Bodenpflege unter Verzicht auf jedwede chemische Mittel. Im Keller erfahren die Trauben, die nicht entrappt werden, eine 24-stündige Vorgärung, bevor sie spontan in einer macération carbonique bei kühlen 10° C über rund 20 Tage hinweg vergoren werden. Nach dem Ausbau der Weine wird lediglich bei der Füllung ein Minimum an Schwefel hinzugefügt. Die Weine werden weder geschönt noch filtriert.

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