Farbe
kirschrot mit mittlerer Transparenz
Nase
Der Barolo, der früher Castiglione hieß, ist die Barolo-Visitenkarte des Hauses. Er zeigt den Stil und vereint das gesamte Gebiet. Es ist ein Nebbiolo mit einer klaren, kühlen Nase, die an Sauerkirschen, Preiselbeeren und Rote Johannisbeeren, an Nussschalen und Erde, Unterholz und trockene Kräuter, kühle Gewürze und Minze erinnert.
Gaumen
Am Gaumen präsentiert sich der Barolo saftig und ebenfalls kühl, finessenreich und präzise mit einem klaren Druck in der Säure und einem festen Tannin mit eher deutlicher Körnung. Es ist ein reifer Wein mit rotbeeriger, kirschiger und an Blutorangen samt Schalen erinnernder Frucht mit einem Hauch Minze, Lakritz und dem durchgängig hohen, weil eleganten und balancierten Niveau des 2021er Jahrgangs.
Verkostet im März 2025
Short Ribs in Nebbiolo mit Wacholder, Pfeffer und Trüffelpolenta (Fleisch, Schwein)
Mit Lardo, Hühnerleber und Kerbel gefüllter Fasan mit Schwarzwurzeln (Geflügel, Wild)
Gereifter Castelmagno, Parmigiano Reggiano, Pecorino Ginepro (Käse, vegetarisch)


Vietti
Vietti ist zweifelsohne einer der besten Erzeuger im Piemont. Vietti war Vorreiter in der Erzeugung von terroirbezogenen Lagen-Barolo und Babaresco. In einer Zeit als die traditionelle Vorstellung eines Barolo oder Babaresco immer ein Lagen-Cuvée war, wollte Vietti das besondere Potential seiner Toplagen zum Ausdruck bringen und baute sie als Einzellagenweine aus. Aber nicht nur bei den Spitzenweinen aus Nebbiolo ging das Weingut mutige Schritte. Vietti ist zudem bekannt für seine außergewöhnlichen Einzellagen-Barbera und seinen Arneis. Dass der heute im Piemont diese Renaissance erlebt und nicht mehr wegzudenken ist, verdankt er auch Vietti. Schon seit Jahren bearbeitet das Weingut seine Weinberge biologisch. Nun lässt es sich auch zertifizieren. Honoriert wird das Qualitätsbestreben immer wieder mit absoluten Spitzenbewertungen im Gambero Rosso, von Parker oder Galloni.