Farbe
helles Kirschrot mit mittlerer Transparenz
Nase
Der 2021er Barolo Cerequio ist ein nuancenreicher, feiner, nobler und eher zurückhaltender Nebbiolo, der noch eine leichte Reduktion und eine damit verbundene Cassis-Note in sich birgt. Dazu kommen minzige Noten und Früchte wie Walderdbeeren, Pflaumen und Kirschen, verbunden mit deutlichen floralen Einflüssen.
Gaumen
Am Gaumen wirkt dieser Barolo aktuell fast fruchtbefreit. Dafür präsentiert er sich fest und straff, dicht und nervös mit einer drängenden, straffen Säure und einer klaren, kreidigen Textur samt kaubarer Tannine. Cerequio ist sicher der Wein, der am meisten Zeit braucht, aber alle Anlagen für eine monumentale Größe in sich trägt, denn die Nuancen dieses Weines sind da, nur bedeckt, die Tiefe, die Kraft, die Energie und die Länge sind alle schon vorhanden.
Verkostet im Februar 2025
Mit Salsiccia, Hack, Spinat und Parmesan gefüllte Spitzkohlblätter (Schwein)
Osso Buco die Milanese mit Safranpolenta (Kalb)
Polenta mit Trüffel und gereiftem Pecorino (vegetarisch)


Vietti
Vietti ist zweifelsohne einer der besten Erzeuger im Piemont. Vietti war Vorreiter in der Erzeugung von terroirbezogenen Lagen-Barolo und Babaresco. In einer Zeit als die traditionelle Vorstellung eines Barolo oder Babaresco immer ein Lagen-Cuvée war, wollte Vietti das besondere Potential seiner Toplagen zum Ausdruck bringen und baute sie als Einzellagenweine aus. Aber nicht nur bei den Spitzenweinen aus Nebbiolo ging das Weingut mutige Schritte. Vietti ist zudem bekannt für seine außergewöhnlichen Einzellagen-Barbera und seinen Arneis. Dass der heute im Piemont diese Renaissance erlebt und nicht mehr wegzudenken ist, verdankt er auch Vietti. Schon seit Jahren bearbeitet das Weingut seine Weinberge biologisch. Nun lässt es sich auch zertifizieren. Honoriert wird das Qualitätsbestreben immer wieder mit absoluten Spitzenbewertungen im Gambero Rosso, von Parker oder Galloni.