Info zum Wein:
Olivier Humbrecht:
1989, 2 Jahre nach dem Erwerb des Clos Windsbuhl, beschlossen wir, im kühlsten Teil des Clos, der dem Wald am nächsten liegt, Auxerrois und Chardonnay zu pflanzen. Diese beiden Rebsorten wurden immer zusammen verschnitten, aber 2001 waren wir gezwungen, den Wein als Zind „Vin de France“ herauszugeben, da die Chardonnay-Traube in der AOC Elsass-Wein nicht erlaubt ist (nur Crémant d'Alsace).
Die Muschelkalkböden des Clos Windsbuhl verleihen diesem Wein immer eine fantastische Struktur und eine erstaunliche Langlebigkeit für diejenigen, die genügend Geduld haben. Der Zind wurde in traditionellen großen Holzfässern vergoren und verblieb bis zur Füllung auf der Vollhefe.
Farbe:
Strahlendes Goldgelb.
Nase:
Der 2022er Zind mutet intensiv im Duft an, Mango, Limette, Orange, Ingwer, reifer Apfel, begleitet von feiner Tabak-Note machen den Auftakt. Mit Sauerstoffkontakt tritt die betörende kalkige Note in den Vordergrund und eine Zündplättchen-Aromatik, wie wir sie von großen Burgundern in der Jugend kennen. Eleganz, Spannung und Tiefe sind bereits in der Nase allgegenwärtig.
Gaumen:
Auf der Zunge wirkt er geschliffen, straff und betört neben der ausgeprägten Zitrusfrucht mit einer überaus belebenden Säure und einer tiefen steinigen Mineralität, die zupackt und den Verkoster vollends in ihren Bann zieht. Der lange, intensiv salzige Nachhall und der feine Gerbstoff verweisen auf sein fantastisches Reifepotential. Der perfekte Begleiter zu klassischer französischer Küche und zu asiatisch angehauchten Umami-Gerichten. Eine echte Alternative zu den hochpreisigen Weinen aus Burgund, was für eine Freude, was für ein echter Geheimtipp aus meinem geliebten Elsass.
Unbedingt dekantieren und nicht zu kalt aus einem größeren Glas genießen.
Verkostet im April 2024
- Shiitake-Congee mit Rayu(Gemüse & Vegetarisch)
- Kaisergranat mit Krustentiersauce, Fenchel und Selleriepüree(Meeresfrüchte)
- Poularde getrüffelt aus der Salzkruste mit Morcheln, grünem Spargel und Kartoffelgratin(Geflügel)


Zind-Humbrecht
Die Domaine Zind-Humbrecht ist unter diesem Namen im Jahr 1959 anlässlich der Hochzeit von Léonard Humbrecht mit Geneviève Zind und aus der Vereinigung der beiden Weingüter Humbrecht in Gueberschwihr und Zind in Wintzenheim entstanden. Die Familie Humbrecht hat bereits zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) Wein erzeugt. Die Domaine Zind-Humbrecht, die Anfang der 1960er Jahre noch weniger als fünf Hektar umfasste, wuchs bis Mitte der 1990er Jahre auf vierzig Hektar an. Dazu gehören Parzellen in Grand-Cru-Lagen wie Rangen (Thann) oder Brand (Turckheim). 1989 übernahm Olivier das Weingut. Der erste Master of Wine in der Familie hat das Weingut 1999 auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt und ist außerdem Vorsitzender von Biodyvin. Die Weine werden heute allesamt in großen Fässern mit langem Hefelager erzeugt. Botrytis kommt in den trockenen Weinen nicht vor.














































































































































